Thriller | USA 1998 | 121 Minuten

Regie: John Frankenheimer

Eine Handvoll arbeitsloser Ex-Agenten jagt hinter einem Koffer her, der das Interesse der Russen-Mafia ebenso erregt wie das der IRA. Am Ende liegen zahlreiche Leichen am Boden, und das Objekt der Begierde ist zur Bedeutungslosigkeit degradiert. Ein Thriller nach klassischem Muster, die sich als Hommage an die Filme des französischen Regisseurs Jean-Pierre Melville versteht und der drei furiose Autoverfolgungsjagden ebenso vorweisen kann wie eine Riege erstklassiger Darsteller. Die Handlung ist nicht immer ganz logisch und durchschaubar, dennoch bietet der Film insgesamt spannende Genreunterhaltung. - Ab 16 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
RONIN
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1998
Regie
John Frankenheimer
Buch
J.D. Zeik · Richard Weisz
Kamera
Robert Fraisse
Musik
Elia Cmiral
Schnitt
Tony Gibbs
Darsteller
Robert De Niro (Sam) · Jean Reno (Vincent) · Natascha McElhone (Deirdre) · Stellan Skarsgård (Gregor) · Sean Bean (Spence)
Länge
121 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16 möglich.
Genre
Thriller

Heimkino

Die Special Edition beinhaltet u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs sowie ein alternatives Filmende.

Verleih DVD
Fox (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Salopp gesagt, ist ein Ronin ein „arbeitsloser“ Samurai, jemand, der keinen Lehnsherrn mehr hat und der seiner Ehre verlustig wurde. Über den japanischen Kulturkreis hinaus sind jene 47 Ronin weltbekannt geworden, die ihre Treuepflicht im rituellen Massen-Selbstmord zum Ausdruck brachten. Eine Geschichte, die das japanische Theater nachhaltig beeinflußte und die zu den meistverfilmten der Weltliteratur zählt. John Frankenheimer bietet nicht gerade 47 Ronin auf, führt aber immerhin sechs Krieger ins Feld, die sich zwar nicht als Schwertkämpfer, dafür allerdings als ausgesprochene Nahkampfexperten empfehlen. Sie alle, Überbleibsel diverser Geheimdienste aus Ost und West, sind angetreten, um einen Koffer aus irgendeiner ominösen Quelle im Auftrag eines ebenso ominösen Geldgebers in ihren Besitz zu bringen. Es ist dies ein Geldjob, der eine gewisse Ehrhaftigkeit verlangt, doch die Tage der großen Männerfreundschaften und Loyalitäten sind Ende des Jahrtausends nun einmal gezählt: Jeder ist sich selbst der

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