Der amerikanische Neffe

Drama | Irland 1997 | 104 Minuten

Regie: Eugene Brady

Ein 17-jähriger Farbiger besucht die irische Heimat seiner verstorbenen Mutter und deckt nach und nach die geheimnisvolle Vergangenheit seines eigenbrötlerischen Onkels auf. Dabei scheinen sich in seiner Liebesbeziehung zur Tochter eines Pubbesitzers die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Eine folkloristisch angehauchte Geschichte, die die Kargheit der Landschaft betont und damit auf die emotionalen Stresssituationen der Menschen verweist. Da es dem Film letztlich an Atmosphäre mangelt und die Symbolik ohne Subtilität dargeboten wird, tritt der Versuch eines analytischen Dramas zugunsten einer jugendlichen Liebesgeschichte in den Hintergrund. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
THE NEPHEW
Produktionsland
Irland
Produktionsjahr
1997
Regie
Eugene Brady
Buch
Eugene Brady · Doug Mayfield · Jacqueline O'Neill
Kamera
Jack Conroy
Musik
Stephen McKeon
Schnitt
J. Patrick Duffner
Darsteller
Donal McCann (Tony Egan) · Pierce Brosnan (Joe Brady) · Hill Harper (Chad Egan-Washington) · Aislin McGuckin (Aislin Brady) · Sinéad Cusack (Brenda)
Länge
104 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama | Liebesfilm

Heimkino

Verleih DVD
e-m-s (16:9, 1.78:1, DD2.0 engl, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Blaues Meer, endlose grüne Felder, steile Klippen. Das Bild der kleinen irischen Insel Inis Dara scheint zu Beginn des Films der romantisierenden Vorstellung eines streßgeplagten Stadtmenschen zu entspringen. Hier gibt es noch freundliche Postboten, die sich bei der Arbeit Zeit für ein Schwätzchen nehmen, und nach einer Beerdigung trifft sich das ganze Dorf zum geselligen Beisammensein. Hinter der idyllischen Fassade aber lauert ein komplexes Geflecht von Verdrängung und Schuld, das durch die Ankunft eines Fremden an die Oberfläche drängt. Chad, der 17jährige Neffe des eigenbrötlerischen Tony Egan, trifft aus den Vereinigten Staaten auf Inis Dara ein, um den letzten Willen seiner Mutter Karen zu erfüllen: Ihre Asche soll in ihrer Heimat ausgestreut werden, die sie vor 20 Jahren verlassen hatte. Verblüfft stellt Tony fest, daß der Sohn seiner verstorbenen Schwester ein Farbiger ist, was ihn im Dorf zu einer echten Attraktion macht. Frustriert von der Verschlossenheit seines Onkels, wendet sich Chad ausgerechnet Aislin zu, der Tochter von To

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