Der schmale Grat

Kriegsfilm | USA 1998 | 170 Minuten

Regie: Terrence Malick

Der aufreibende Kampf einer amerikanischen Infanterie-Einheit gegen die Japaner um die Beherrschung einer strategisch wichtigen Anhöhe auf der Pazifikinsel Guadalcanal (1943) als Zentrum eines unorthodoxen Kriegsfilms. Regisseur Terrence Malick verbindet Motive aus dem Roman von James Jones mit einer poetischen Beschwörung unverdorbenen Lebens und zahllosen individuellen Meditationen über den Sinn des Daseins und das Phänomen des Krieges. Der Film erreicht dabei keine letzte Geschlossenheit, verdient aber dennoch die Beachtung eines für den eigenwilligen Stil aufgeschlossenen Publikums. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE THIN RED LINE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1998
Regie
Terrence Malick
Buch
Terrence Malick
Kamera
John Toll
Musik
Hans Zimmer
Schnitt
Billy Weber · Leslie Jones · Saar Klein
Darsteller
Sean Penn (Sergeant Edward Welsh) · Adrien Brody (Fife) · Jim Caviezel (Soldat Witt) · Ben Chaplin (Soldat Bell) · George Clooney (Captain Charles Bosche)
Länge
170 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Kriegsfilm

Heimkino

Die Extras der BD enhalten u.a. einen dt. untertitelbaren Audiokommentar mit Produktionsdesigner Jack Fisk, Produzent Grant Hill und Kameramann John Toll, die Featurettes "Der schmale Grat aus Sicht der Darsteller" (23 Min.), "Der Schnitt von Der schmale Grat: Ein Terrence Malick Film nimmt Form an" (25 Min.), "Komponist Hans Zimmer über Der schmale Grat" (16 Min.), "Guadalcanal in den Nachrichten" (15 Min.) sowie ein Feature mit 8 im Film nicht verwendeten Szenen (14 Min.). Die BD ist mit dem Silberling 2011 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Fox (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Fox (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl., dts dt.)
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Diskussion
Seit 20 Jahren hat er keinen Film mehr gemacht: Terrence Malick, Regisseur von „Badlands“ (fd 20 728) und „In der Glut des Südens“ (fd 22 049). Dennoch besitzt er eine weltweite Fangemeinde, die das Internet schon Monate vor der Premiere von Malicks neuem Film mit Fragen und Diskussionen füllte. Wird sich „Der schmale Grat“ neben dem anderen Kriegsfilm der jüngsten Zeit, Spielbergs „Der Soldat James Ryan“ (fd 33 341), behaupten können? Ob geschäftlich, das muß sich noch herausstellen; aber künstlerisch ist es keine Frage mehr. War Spielbergs Antikriegsfilm im Kern auch ein Loblied auf die Tapferkeit der Veteranen, so ist Malicks Film eine philosophische Einkreisung der existentiellen Situation des Menschen in einer entmenschlichten Umgebung. Beide beschäftigen sich mit dem Zweiten Weltkrieg, beide beschreiben Ereignisse an vorderster Front – und könnten doch verschiedener nicht sein. Kann man in Spielberg den Realisten sehen, der auch noch das kleinste Detail eines unmenschlichen Kampfes Mann gegen Mann „richtig“ und „wirklichkeitsnah“ auf die Leinwand bringen wollte, so tritt einem in Malick ein Regisseur gegenüber, dessen Ziel es zu sein scheint, die Zerstörung der Unschuld durch den Menschen und dessen selbstverursachtes Leiden am Beispiel einer Infanterie-Einheit in geradezu mythische Dimensionen zu transzendieren.

Die Handlung ist dem 1962 publizierten Roman von James Jones entliehen, der zwei Jahre nach seinem Erscheinen schon einmal verfilmt wurde („Sieben Tage ohne Gnade“, Regie: Andrew Marton, fd 13 636). Beschrieb

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