Breakfast of Champions - Frühstück für Helden

Komödie | USA 1999 | 110 Minuten

Regie: Alan Rudolph

Ein geschäftlich erfolgreicher Autoverkäufer in einer amerikanischen Kleinstadt droht den Verstand zu verlieren, als er sich in einer (Konsum-)Welt der grellen Zeichen seines eigenen Daseins zu vergewissern versucht, bis sich ihm in Gestalt eines abgetakelten Schriftstellers eine Art "Erlöser" offenbart. Eine vorzüglich gespielte, aber allenfalls in Details pointiert inszenierte Satire über den drohenden Wirklichkeitsverlust in einer Welt der (Ab-)Bilder und Signale, die nicht den Mut zur Vertiefung des Themas aufbringt und in plakativ-überzeichneten Einzelszenen versandet. (Videotitel: "Frühstück für Helden") - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
BREAKFAST OF CHAMPIONS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1999
Regie
Alan Rudolph
Buch
Alan Rudolph
Kamera
Elliot Davis
Musik
Mark Isham
Schnitt
Suzy Elmiger
Darsteller
Bruce Willis (Dwayne Hoover) · Albert Finney (Kilgore Trout) · Nick Nolte (Harry Le Sabre) · Barbara Hershey (Celia Hoover) · Glenne Headly (Francine Pefko)
Länge
110 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Komödie | Literaturverfilmung
Diskussion
Kurt Vonnegut hatte sich seinen 1973 erschienenen Roman „Frühstück für starke Männer“ selbst als Geschenk zu seinem 50. Geburtstag gemacht: ein stilistisch wildes literarisches „Patchwork“, das mehrere Handlungsfäden mit einer Vielzahl sehr persönlicher Gedanken über Sinn und Unsinn des irdischen Daseins verband und sich zugleich als ein lakonisches Stück „Pop-Art“ erwies, mit dem Vonnegut einige private Tragödien – seine Scheidung, die Schizophrenie seines Sohnes – ebenso verarbeitete wie die Auswirkungen des Vietnam-Krieges auf eine aus den Fugen geratende amerikanische Gesellschaft. Der Roman sei für ihn ein „Bürgersteig, übersät von Abfall, von Plunder, den ich auf meiner Reise zurück in die Zeit (...) von mir werfe“, schrieb er in einer Vorrede, an die sich ein infernalisches Durcheinander von Handlungsfetzen, närrischen Reflexionen und Kommentierungen sowie betont naiven Blicken auf eine fremd gewordene Welt anschließt, deren Ordnungen nur noch pure Fiktion sind. Irgendwo zwischen Satire, Schelmenroman und apokalyptischer

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