Jamon Jamon

Melodram | Spanien 1992 | 94 Minuten

Regie: Bigas Luna

Ein wüstes Beziehungskarussell dreht sich in der spanischen Provinz, bei dem eine schwangere Tochter, zwei Mütter, ein Fabrikantensohn und ein potenter Stierkampf-Amateur die Hauptrollen spielen. Am Ende ist ein Toter zu beklagen und der angerichtete Schaden unüberschaubar. Auf erotischer Flamme köchelndes Melodram, das kein (Rollen-)Klischee ausläßt, um zu der fragwürdigen Aussage zu kommen, daß alle Frauen Mütter und Huren und alle Männer Machos und Schlappschwänze in einem sind.

Filmdaten

Originaltitel
JAMON, JAMON
Produktionsland
Spanien
Produktionsjahr
1992
Regie
Bigas Luna
Buch
Cuca Canals · Bigas Luna
Kamera
José Luis Alcaine
Musik
Nicola Piovani
Schnitt
Teresa Font
Darsteller
Penélope Cruz (Silvia) · Anna Galiena (Carmen) · Stefania Sandrelli (Conchita) · Jordi Molla (José Luis) · Javier Bardem (Raúl)
Länge
94 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Genre
Melodram
Diskussion
Jamón ist spanisch und meint Schweineschinken. Mit "jamón, jamón" bezeichnet der Spanier etwas, was er wirklich toll findet. "Un mujer jamóna" (ein Leckerbissen) nennt derselbe Spanier eine attraktive, verführerische Frau. Das hört sich frauenfeindlich an, ist es auch und trifft Bigas Lunas Film auf den Kopf. Um Frauen und um Schweineschinken geht es nämlich; erstere werden verführt bzw. legen selbst Hand im erotischen Karussell an, letztere dienen neben Knoblauch zur Steigerung der Manneskraft und können auch noch so manch anderen üblen Dienst erweisen. Doch der Reihe nach.

Silvia, Arbeiterin in einer Trikotagen-Fabrik, die sich auf die Herstellung von Männerunterhosen (!) spezialisiert hat, ist schwanger vom Fabrikantensöhnchen José Luis. Für ihn steht eine Heirat außer Frage, doch die arrogante Mutter Conchita will von einer nicht standesgemäßen Vermählung nichts wissen und setzt den pot

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