Drama | USA 1999 | 123 Minuten

Regie: Jon Turteltaub

Ein junger Psychiater will einen verstummten Anthropologen zum Reden bringen, der in Afrika jahrelang unter Berggorillas lebte und zwei Wildhüter getötet haben soll. Psychodrama mit Thriller-Elementen, das die kulturkritischen Reflexionen der philosophischen Romanvorlage über das Verhältnis von Macht und Kontrolle nicht in ein schlüssiges Konzept umsetzen kann. Hervorragend besetzt und im ersten Drittel auch feinsinnig entfaltet, kippt der Film in ein klischeereiches Rührstück um, das sich in überdeutlichen Nebenhandlungen verheddert und seine Motive einer plakativen Oberflächlichkeit preisgibt. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
INSTINCT
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1999
Regie
Jon Turteltaub
Buch
Gerald DiPego
Kamera
Philippe Rousselot
Musik
Danny Elfman
Schnitt
Richard Francis-Bruce
Darsteller
Anthony Hopkins (Dr. Ethan Powell) · Cuba Gooding jr. (Theo Caulder) · Donald Sutherland (Ben Hillard) · Maura Tierney (Lyn Powell) · George Dzundza (Dr. John Murray)
Länge
123 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama | Thriller

Heimkino

Verleih DVD
Buena Vista (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Das Werbeplakat für Jon Turteltaubs ersten Abstecher in dramatische Gefilde zeigt das Gesicht von Anthony Hopkins in einer verheißungsvollen Montage: Vier Momentaufnahmen sind zu einem expressiven Relief erstarrt, das in einer offenbar eingefrorenen Bewegung emotional sehr unterschiedliche Stadien fixiert. Aus der Dunkelheit schält sich ein langmähniges Anlitz heraus, dessen Züge wütende Verzweiflung, Spott und Hohn, aber auch gefährliche Ruhe und ein lauerndes Grinsen spiegeln. „Der größte Feind des Menschen ist der Mensch“, suggeriert die Überschrift, ohne dem ganzen dadurch eine entscheidende Deutung zu geben. Die Rätselhaftigkeit und Spannung dieser Abbildung bleibt der Film selbst schuldig, weil es Turteltaub und seinem Autor Gerald DiPego nicht gelungen ist, die kulturkritische Brisanz der Romanvorlage „Ishmael“ von Daniel Quinn in ein schlüssiges Konzept umzusetzen. Dort geht es in Gestalt einer evolutionsgeschichtlichen Spekulation um nichts weniger als eine Revision der westlichen Lebensvorstellungen: Dominierende Grundmu

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