Eiskalte Engel

Drama | USA 1998/99 | 97 Minuten

Regie: Roger Kumble

Der Sohn reicher Eltern und seine Stiefschwester führen unter dem Deckmantel tadelloser Umgangsformen mit ihren Mitmenschen ein skrupelloses Spiel um Einfluss und Sex. Als eine neue Schülerin erscheint, schließen sie eine Wette ab: Er verführt sie und wird dafür mit einer Liebesnacht mit seiner Stiefschwester belohnt, andernfalls verliert er sein teures Auto an sie. Doch der sonst so kaltherzige junge Mann verliebt sich in sein Opfer. Neuerliche Verfilmung des Briefromans von Choderlos de Laclos, die das Szenario in das snobistische Neuengland von heute überträgt. In einer protzigen, letztlich unwirtlichen Atmosphäre von Reichtum leben die jungen Leute abgeschottet und werden zu leichten Opfern für vorgebliche Glücksbringer. Atmosphärisch elegant gefilmt und schlüssig erzählt, lässt der Film zuweilen allzu sehr den Bezug zur heutigen Lebenswelt von Teenagern vermissen. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
CRUEL INTENTIONS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1998/99
Regie
Roger Kumble
Buch
Roger Kumble
Kamera
Theo van de Sande
Musik
Edward Shearmur
Schnitt
Jeff Freeman
Darsteller
Sarah Michelle Gellar (Kathryn Merteuil) · Ryan Phillippe (Sebastian Valmont) · Reese Witherspoon (Annette Hargrove) · Selma Blair (Cecile Caldwell) · Louise Fletcher (Helen Rosemond)
Länge
97 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama | Literaturverfilmung

Heimkino

Die Special Edition beinhaltet u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs sowie ein Feature mit nicht verwendeten Szenen.

Verleih DVD
Kinowelt (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Um Macht und Manipulation geht es in der Romanvorlage des Films, Choderlos des Laclos’ „Les Liaisons Dangereuses“, sowie um Sex und Lügen als Waffen, die zum Ziel führen sollen. Der Briefroman, der kurz vor der Französischen Revolution erschien, schildert die Machenschaften eines dekadenten Adels, der aus reinem Vergnügen Menschen zu Grunde richtet und ihnen Ehre und Unschuld raubt. Nach Verfilmungen von Roger Vadim, Stephen Frears und Milos Forman versuchte sich nun Roger Kumble an dem einstigen Skandalbuch. Der Regiedebütant und Drehbuchautor von „Dumm und dümmer“ (fd 31 275) und „Kingpin“ (fd 32 232) versetzte die Handlung vom Hofadel des 18. in den Geldadel des 20. Jahrhunderts. Verwöhnte Highschool-Kids stehen jetzt im Mittelpunkt, Söhne und Töchter reicher Eltern, die sich nicht nur um ihr Auskommen keine Sorgen machen müssen, sondern auch unter ihresgleichen Ansehen und Respekt genießen. Nur unter dieser Voraussetzung lässt sic

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