Winslow Boy

Drama | USA 1999 | 104 Minuten

Regie: David Mamet

England 1912: Ein 14-jähriger Seekadett wird von der Schule verwiesen, weil er fünf Schilling unterschlagen haben soll. Nach einer kurzen, intensiven Befragung ist das autoritäre Familienoberhaupt von der Unschuld des Sohns überzeugt und ficht dessen Prozess durch alle Instanzen durch. Ein Rechtsstreit, der alle Beteiligten an die Grenze ihrer Belastbarkeit bringt und teilweise die englische Regierung lahm legt. Nach einem authentischen Fall und einem Bühnenstück inszeniert, fesselt der Film durch exzellente Darsteller, feine Dialogironie sowie die gediegene Kameraarbeit und nimmt durch den unverbrüchlichen Zusammenhalt einer Familie für sich ein. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
THE WINSLOW BOY
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1999
Regie
David Mamet
Buch
David Mamet
Kamera
Benoît Delhomme
Musik
Alaric Jans
Schnitt
Barbara Tulliver
Darsteller
Nigel Hawthorne (Arthur Winslow) · Jeremy Northam (Sir Robert Morton) · Rebecca Pidgeon (Catherine Winslow) · Gemma Jones (Grace Winslow) · Guy Edwards (Ronnie Winslow)
Länge
104 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama | Gerichtsfilm | Literaturverfilmung

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen dt. untertitelten Audiokommentar des Regisseurs.

Verleih DVD
Columbia TriStar Home (16:9, 1.85:1, DS engl./dt.)
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Diskussion
Obwohl sein Oeuvre erst wenige filmische Regiearbeiten umfasst, kann man David Mamet getrost als einen Regisseur einstufen, der sich zwar keinem Genre, aber einer ganz bestimmten Sache verschrieben hat. Sein Interesse gilt der Lüge, der Wahrheitsfindung, der Wahrung des Scheins, die meistens mehr Energie verschlingt, als die Sache Wert ist, der Frage nach Recht und der Frage nach Gerechtigkeit. Ein feiner Unterschied, aber für jeden, der einmal in einen Rechtsstreit verwickelt war, mehr als nachvollziehbar. Sein siebter Film gilt dem authentischen Fall des 14-jährigen Winslow-Jungen, der 1912 relegiert und von seiner Seekadettenschule verwiesen wird, weil er eine Postanweisung im Wert von fünf Schilling unterschlagen haben soll. Verstört und ängstlich kehrt Ronnie Winslow in der Vorweihnachtszeit in das Haus des strengen, aber gütigen Vaters Arthur zurück. Ein kurzes Gespräch klärt das Verhältnis zwischen Sohn und Vater, der nach der zweifachen Unschuldsbeteuerung des Filius von dessen Unsc

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