Schlaraffenland (1999)

- | Deutschland 1998 | 114 Minuten

Regie: Friedemann Fromm

Sieben Jugendliche steigen nachts in ein Einkaufscenter ein, um ein mit Drogen und Sex garniertes Konsumfest zu veranstalten. Als sie von der Wachmannschaft, die es auf die Tageseinnahmen abgesehen hat, entdeckt werden, kommt es zu gewalttätigen Konfrontationen. Missglückter Versuch, Versatzstücke des amerikanischen Actionkinos mit den Problemen deutscher Jugendlicher zu vermischen. Dramaturgisch wenig durchdacht, inszeniert der Film seine vorgebliche Kritik an einer durch Werteverlust gewalttätig gewordenen Gesellschaft selbst als (Videospiel-)Abknall-Spaß, wobei er sich so wenig um die Charaktere der Figuren wie um die Führung der Schauspieler kümmert und für seine "Botschaft" nur flache, selbstzweckhafte Bilder findet.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
1998
Regie
Friedemann Fromm
Buch
Christoph Fromm
Kamera
Jo Heim
Musik
Manu Kurz
Schnitt
Eva Schnare
Darsteller
Heiner Lauterbach (Mark Popp) · Franka Potente (Mona Wendt) · Jürgen Tarrach (Wolfi Berner) · Roman Knizka (Michi Holzner) · Ken Duken (Laser)
Länge
114 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f

Diskussion
Immer wenn sich der deutsche Film auf eigene, kleine regionale Geschichten besinnt, entwickelt er – wie zuletzt in „Viehjud Levi“ (fd 33 890) oder „Absolute Giganten“ (fd 33 889) – originäre Qualitäten. Wenn er jedoch allzu sehr nach dem Genrekino à la Hollywood schielt, überhebt er sich mit gar nicht schöner Regelmäßigkeit. So leidet auch „Schlaraffenland“ unter einem Missverhältnis von Wollen und Können.

Als der minderjährige Dannie beim Diebstahl in einem Kaufhaus erwischt wird, schlägt der korrupte Sicherheitschef Dannies Stiefbruder Laser vor, das „Vernehmungsprotokoll“ für einen Tausender verschwinden zu lassen. Laser klaut daraufhin seiner krebskranken Mutter im Krankenhaus die „Stütze“, den Rest steuert ein Freund bei. Als die drei das Schweigegeld überbringen, bekommen sie mit, dass in einem Einkaufscenter die Alarmanlage a

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