Kinski Paganini

- | Italien/Frankreich 1989 | 81 Minuten

Regie: Klaus Kinski

Klaus Kinskis eigenwilliges Porträt des berühmten Geigenvirtuosen Nicolò Paganini. Eingefasst durch Szenen eines legendären Konzerts in Parma, zeigt der Film einige Stationen im Leben des Musikers, das mit einer schweren Krankheit endet. Dabei legt er besonderen Wert auf die Besessenheit des Künstlers, seine sexuelle Gier und zugleich das Begehren seiner Verehrerinnen sowie die Liebe zur Musik, die ihn zu verbrennen scheint. Kinski, der das Projekt seiner einzigen Regierarbeit lange Jahre vergeblich zu realisieren versuchte, spielt und inszeniert die Figur mit maßloser Expressivität und Exaltiertheit und setzt dabei das Delirierende und Haltlose über eine runde und professionelle Inszenierung.

Filmdaten

Originaltitel
KINSKI PAGANINI
Produktionsland
Italien/Frankreich
Produktionsjahr
1989
Regie
Klaus Kinski
Buch
Klaus Kinski
Kamera
Pier Luigi Santi
Musik
Niccolò Paganini
Schnitt
Klaus Kinski
Darsteller
Klaus Kinski (Nicolò Paganini) · Debora Kinski (Antonia Bianchi) · Nikolai Kinski (Achille Paganini) · Dalila di Lazzaro (Baronesse Helene von Feuerbach) · Tosca d'Aquino (Angiolina Cavanna)
Länge
81 Minuten
Kinostart
-
Fsk
-

Diskussion
Wenn man einen Film als Lebenswerk bezeichnen kann, dann wohl diesen. Der Titel „Kinski Paganini“ impliziert bereits jenen hohen Grad von Identifikation des Regisseurs mit seiner Hauptfigur, den Kinski für sich beanspruchte. Seit den 60er-Jahren spukte das Projekt eines Films über den berühmt-berüchtigten Geigenvirtuosen Nicolò Paganini im Kopf des Schauspielers herum. Mit der ihm eigenen Besessenheit ließ Kinski nicht mehr davon ab, ja erklärte es bald zum künstlerischen Hauptanliegen seines Lebens, obwohl sich über Jahrzehnte niemand bereit erklärte, einen solchen Film zu produzieren. Er plakatierte seine römische Villa mit Paganini, begann sich zu kleiden und zu frisieren wie er.

Die Parallelen zwischen seinem und Paganinis Leben schienen ihm derart frappierend, dass er gelegentlich von Reinkarnation sprach. In dem gefeierten, genialen, animalischen, von den Frauen heiß begehrten und von den Institutionen verdammten Künstler Paganini fand Kinski sein vol

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