Blair Witch Project

Horror | USA 1999 | 81 Minuten

Regie: Daniel Myrick

Drei Filmstudenten brechen nach Maryland auf, um eine Dokumentation über die regionale Legende der so genannten Blair-Hexe zu drehen. In Gesprächen mit Ortsansässigen erkennen sie, dass der Mythos noch immer lebendig ist. Als das Trio die Zivilisation hinter sich lässt, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, verliert es schnell an Selbstvertrauen. Es zeigt sich, dass es keine Wiederkehr gibt. Low-Budget-Film, der menschliche Urängste, archaische Märchen-Konstellationen sowie Bezüge auf nationale Mythen geschickt mit aktuellen Tendenzen der Mediennutzung verbindet. Durch gezieltes Internet-Marketing hatte sich der in den USA erfolgreiche Film lange vor seiner Premiere zum Geheimtipp entwickelt. Ungeachtet dessen handelt es sich um einen recht klugen Debütfilm mit vielen kulturhistorischen und cineastischen Verweisen. (Fortsetzung: "Blair Witch 2")

Filmdaten

Originaltitel
THE BLAIR WITCH PROJECT
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1999
Regie
Daniel Myrick · Eduardo Sanchez
Buch
Daniel Myrick · Eduardo Sanchez
Kamera
Neal Fredericks
Musik
Tony Cora
Schnitt
Daniel Myrick · Eduardo Sanchez
Darsteller
Heather Donahue (Heather Donahue) · Joshua Leonard (Joshua Leonard) · Bob Griffith · Jim King · Sandra Sanchez
Länge
81 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Genre
Horror

Heimkino

Die umfangreiche Standard-Edition beinhaltet u.a. einen Audiokommentar von Daniel Myrick und Eduardo Sanchez, ein Feature mit nicht verwendeten Szenen sowie die Dokumentation "Curse of the Blair Witch" (über die Rezeption des Filmes). Die ebenfalls erhältliche "Special Edition" enthält zudem noch eine Bonus DVD mit dem Film "The last Broadcast".

Verleih DVD
Kinowelt (FF, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Das Verschwinden von Menschen in unerschlossenen, geheimnisumwitterten, vielleicht verwunschenen Gegenden gehört zur dunklen Seite der nordamerikanischen Mythologie – möglicherweise ein kollektives Trauma infolge des Vordringens in unbekannte Räume während der Pionierzeit. Um den Poeten und Maler Everett Ruess beispielsweise, der 1934 als 20-jähriger in den Canyons Utahs verschwand, entspinnt sich geradezu eine Legendenbildung. Auch in den Romanen und Erzählungen H. P. Lovecrafts (1890–1936) gehen in Übergangszonen zu düsteren Parallel-Universen immer wieder Neugierige oder Ahnungslose verloren. Und schließlich gab es den Schriftsteller Ambrose Bierce (1842 – vermutlich 1914), der sich in seinem Werk intensiv mit dem Verschwinden beschäftigt hatte – und selbst vom Erdboden verschluckt worden ist. In den Zeiten der Mediengesellschaft verschieben sich die Akzente. In Jean-Teddy Filippes Sammlung rätselhafter Filmaufnahmen, die alle mehr oder weniger als Fälschungen zu erkennen sind (und unter dem Titel „Verbotene Bilder“ auf „arte“ ausgestrahlt wurden), findet

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