Ein Hauch von Sonnenschein

Drama | Kanada/Österreich/Deutschland 1999 | 180 Minuten

Regie: István Szabó

Die Geschichte Ungarns und Mitteleuropas vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart, dargestellt am Beispiel einer drei Generationen umfassenden jüdischen Familie in Budapest. Die Hauptfigur ist jeweils ein männlicher Nachkomme, der es unter den wechselnden Machtverhältnissen - als Anwalt in der Monarchie, als Fechtsportler unter den linken und rechten Nachkriegsregierungen und im Faschismus, als Geheimdienstler im Kommunismus - zu etwas bringen will. Die drei Generationen sind zu mehr oder weniger großen Zugeständnissen hinsichtlich ihres Glaubens und ihrer Familie bereit. Ein mit großem Aufwand inszenierter historischer Bilderbogen, der sich oft im Dekorativen und Stereotypischen verliert. Die Hauptfiguren sind mit weit weniger Tiefe dargestellt als in der brillanten Trilogie des Regisseurs aus den 80er-Jahren über Identität und Anpassung. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
A TASTE OF SUNSHINE
Produktionsland
Kanada/Österreich/Deutschland
Produktionsjahr
1999
Regie
István Szabó
Buch
Israel Horovitz · István Szabó
Kamera
Lajos Koltai
Musik
Maurice Jarre
Schnitt
Dominique Fortin · Michel Arcand
Darsteller
Ralph Fiennes (Ignatz, Adam, Ivan) · Rosemary Harris (Valerie, als Erwachsene) · Rachel Weisz (Greta) · Jennifer Ehle (Valerie, jung) · Molly Parker (Hannah)
Länge
180 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Kinowelt (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
In einem ungarischen Dorf am Ende des 19. Jahrhunderts ist die Welt noch in Ordnung. Die k.u.k. Monarchie ist intakt und lässt ihre Untertanen in Frieden leben, solange sie sich nicht von ihnen gestört fühlt. Die Familie Sonnenschein gehört zunächst zu den Unauffälligen. Bald aber macht Sohn Ignatz, der treue Monarchist, als Anwalt Karriere, während sich sein Bruder Gustav angesichts des grassierenden Elends den Sozialisten anschließt. Der Erste Weltkrieg entzweit die beiden, die rote Nachkriegsregierung favorisiert Gustav, und als sie abgelöst wird, ist Ignatz wieder obenauf. Inzwischen erlebt dessen Sohn Adam als Sportfechter einen rasanten Aufstieg. Als er einem Offiziersclub beitreten will, der die Karriere weiter vorantreiben kann, wird er genötigt, dem jüdischen Glauben abzuschwören und Katholik zu werden – für Adam kein Problem, für die übr

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