Ghost Dog: Der Weg des Samurai

- | USA/Frankreich/Deutschland 1999 | 116 Minuten

Regie: Jim Jarmusch

Ein schwarzer Samurai, korpulent und gekleidet wie ein Rapper, lebt einsam auf dem Dach eines Hochhauses und folgt streng seinen Codes. Als er bei einem Auftrag eine zufällig anwesende junge Frau am Leben lässt, wird er vom Killer zum Gejagten. Immer wieder gelingt es ihm, den Nachstellungen der Mafia zu entkommen und etliche Widersacher zu töten, bis es zum Showdown kommt, den er nicht gewinnt. Ein stellenweise atmosphärischer und nachdenklicher Genrefilm mit einem charismatischen Hauptdarsteller; allzu oft gleitet die Geschichte ins Groteske ab und verspielt dabei die guten gesellschaftskritischen Ansätze. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
GHOST DOG: THE WAY OF THE SAMURAI
Produktionsland
USA/Frankreich/Deutschland
Produktionsjahr
1999
Regie
Jim Jarmusch
Buch
Jim Jarmusch
Kamera
Robby Müller
Musik
The RZA
Schnitt
Jay Rabinowitz
Darsteller
Forest Whitaker (Ghost Dog) · John Tormey (Louie) · Cliff Gorman (Sonny Valerio) · Henry Silva (Vargo) · Isaach de Bankolé (Raymond)
Länge
116 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Heimkino

Die Edition beinhaltet u.a. ein Feature mit Szenen, die im Film nicht enthalten sind. Die US-DVD enthält im Gegensatz zur deutschen DVD-Ausgabe zusätzlich noch einen Audiokommentar des Regisseurs und die Filmmusik als isolierte Tonspur.

Verleih DVD
Kinowelt (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Die wenigen westlichen Samurai, die im Kino außerhalb ihrer spirituellen Heimat Japan leben, sind notgedrungen Einzelgänger. Für Außenstehende sind die Philosophie und die Regeln, denen sie folgen, nicht nachvollziehbar. Das traf schon 1967 bei Jean-Pierre Melvilles „Der eiskalte Engel“ (fd 15 540) zu, dem europäischen Samurai-Film schlechthin. Gut drei Jahrzehnte später dankt der Amerikaner Jim Jarmusch (im Nachspann) nicht nur Kurosawa, Suzuki und Melville für ihre Samurai-Figuren, sondern auch Cervantes. Doch die neue Samurai-Figur, die Jarmusch erfindet, trägt nicht nur die mythisch-traurige Vergangenheit in sich, sondern auch die Gegenwart: Der US-Samurai der 90er-Jahre ist nicht minder charismatisch als seinerzeit der wortkarge schmale Alain Delon. Wer würde schon hinter einem dicken farbigen Mann mit eng am Kopf geflochtenen Rasta-Zöpfchen einen Samurai vermuten? Mit seinem schwarzen Kapuzen-T-Shirt, dem schwarzen Parka, der weiten schwarzen Jogginghose und dem viel zu großen Gold-Medaillon mit den d

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