American Beauty

Drama | USA 1999 | 122 Minuten

Regie: Sam Mendes

Die Geschichte eines Mannes in mittlerem Alter, der aus dem Jenseits die Geschichte seines unbefriedigenden Berufs- und Familienlebens erzählt. Der ironische Blick hinter die äußerlich glänzende Fassade von Kleinstadt-Amerika wird durch eine komplementäre Erzählebene anteilnehmend und mit neugieriger Sensibilität zu einem komplexen und hintergründigen Menschen- und Generationsporträt ausgeweitet. Ein höchst bemerkenswerter Erstlingsfilm, der stilistisch und darstellerisch gleichermaßen überzeugt. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
AMERICAN BEAUTY
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1999
Regie
Sam Mendes
Buch
Alan Ball
Kamera
Conrad L. Hall
Musik
Thomas Newman · Pete Townshend
Schnitt
Tariq Anwar · Chris Greenbury
Darsteller
Kevin Spacey (Lester Burnham) · Annette Bening (Carolyn Burnham) · Thora Birch (Jane Burnham) · Wes Bentley (Ricky Fitts) · Mena Suvari (Angela Hayes)
Länge
122 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f (fr. ab 12)
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Die Special Edition beinhaltet u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs und des Drehbuchautoren sowie eine kommentierte Storyboard-Präsentation.

Verleih DVD
Universal (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Der Titel „American Beauty“ ist Programm. In seiner ironischen Applikation auf Personen, Örtlichkeiten und Ereignisse lässt er die Geisteshaltung eines Filmemachers ahnen, der auch einer gnadenlos sezierten Umwelt und bis auf die Seele enthüllten Figuren nicht ohne Sympathie begegnen kann. Die Schönheit, die er während seines gleichermaßen komischen wie nachdenklichen Demontageprozesses entdeckt, hat freilich mit dem glamourösen Schein amerikanischer Film-Realität wenig zu tun. Vielleicht bedurfte es eines Autors wie Alan Ball, der sich jahrelang an Fernsehserien geübt hat, und eines Regisseurs wie Sam Mendes, der als Engländer eine andere Perspektive einbringt, um die von Hollywood am Fließband reproduzierten Fassaden abzubauen, ohne damit gleichzeitig die Menschen aufzugeben, die dahinter zu Tage kommen.

Die Welt des Lester Burnham ist auf Kleinstadt-Amerikas Sonnenseite angesiedelt. Das Haus, das er mit seiner Frau Carolyn und seiner Tochter im High-School-Alter bewohnt, könnte in „Schoner Wohnen“ als Musterexemplar bürgerlicher Wohnkultur durchgehen. Pedantisch arrangierter Luxus vom kerzenbeleuchteten Esstisch bis zum importierten italienischen Sofa werden ausgestellt als Symbole des persönlichen Erfolgs. Doch hinter der äußeren Eleganz knistert es, Lesters Ehe ist nur noch eine Wohngemeinschaft, seine Tochter Jane findet kein Gehör mit ihren Problemen, und an seinem Beruf hat er längst das Interesse verloren. Aus dem Off kommt Lesters Stimme: „Ich bin 42 Jahre alt. In weniger als

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