Blumen aus einer anderen Welt

- | Spanien 1999 | 106 Minuten

Regie: Icíar Bollaín

Die männlichen Bewohner eines kleinen Dorfes in Kastilien veranstalten eine Singleparty, zu der heiratswillige Frauen aus dem ganzen Land anreisen. Doch keiner der sich anbahnenden Beziehungen ist eine glückliche Zukunft beschieden. Psychologisch und soziologisch stimmige Geschichte über Landflucht, Fremdenfeindlichkeit und Migration, die durch den fast dokumentarischen Blick und die sensible Schauspielerführung besticht. (O.m.d.U.) - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
FLORES DE OTRO MUNDO
Produktionsland
Spanien
Produktionsjahr
1999
Regie
Icíar Bollaín
Buch
Icíar Bollaín · Julio Llamazares
Kamera
Teo Delgado
Musik
Pascal Gaigne
Schnitt
Ángel Hernández Zoido
Darsteller
José Sancho (Carmelo) · Lissete Mejía (Patricia) · Luis Tosar (Damian) · Marilín Torres (Milady) · Elena Irureta (Marirosi)
Länge
106 Minuten
Kinostart
-
Fsk
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Diskussion
Das Land, besonders die kargen Hochebenen Kastilliens, ist in der spanischen Literatur und im spanischen Film oft eine Metapher für gesellschaftliche und psychosoziale Strömungen und Befindlichkeiten. In den letzten Jahren der Franco-Diktatur wurden sie unterschwelliger Ausdruck der Erstarrung: etwa in „El Sur“ (fd 24 419) von Victor Erice, wo die damals 14-jährige Iciar Bollain die Geheimnisse der Landschaft und der dunklen Vergangenheit zu erkunden sucht. Weltweit bekannt wurde sie 1995 als anarchistische Milizionärin in Ken Loachs „Land and Freedom“ (fd 31 553). Der emotional-engagierte Realismus des britischen Regisseurs hat sie auch in ihren eigenen Filmen beeinflusst. „Blumen aus einer anderen Welt“ ist ihr zweiter Film, und einer der wenigen, die sich mit der Situation der Immigranten in Spanien beschäftigt. Santa Eulalia ist ein abgelegenes kleines Dorf in der Provinz Guadalajara i

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