Der tote Taucher im Wald

Krimi | Deutschland 1999 | 96 Minuten

Regie: Marcus O. Rosenmüller

In einem Wald nahe einer ostdeutschen Provinzstadt werden ein toter Taucher und die Leiche eines Mädchens gefunden. Ein Kommissar, der bislang von solchen Verbrechen verschont geblieben ist, will die Fälle vor seiner Pensionierung aufklären und entdeckt, dass fast die ganze Stadt darin verstrickt ist. Lakonischer Versuch eines schwarz-humorigen Krimis, bei dem weder auf soziale Genauigkeit noch auf psychologische Details Wert gelegt wird, sondern vor allem technische Finessen triumphieren. Statt Spannung und atmosphärischer Dichte erzeugt der überlange, zudem brutale Videoclip dabei aber nur anstrengende Langeweile.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
1999
Regie
Marcus O. Rosenmüller
Buch
Peter Dollinger · Marcus O. Rosenmüller
Kamera
Ekkehart Pollack
Musik
Reinhold Heil
Schnitt
Raimund Vienken
Darsteller
Dieter Pfaff (Konrad Hartwich) · Jens Schäfer (Tobias Kutschke) · Axel Milberg (Lothar Blanck) · Niki Greb (Charly Sternberg) · Ingo Naujoks (Harry Minx)
Länge
96 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Genre
Krimi

Diskussion
Marcus O. Rosenmüller kennt die Coen-Brüder genau ­ und doch wieder nicht. In seinem Kinodebüt zitiert und paraphrasiert er zwar Motive aus ihren schönsten Filmen, „Fargo“ (fd 32 223) zum Beispiel, aber er macht den Fehler, der Technik weit mehr Aufmerksamkeit zu widmen als der Fabel; er bevorzugt expressive Kameraeinstellungen und eine rasante Montage, vernachlässigt darüber aber die Figuren und deren Motivationen. Heraus kommt ein überlanger Videoclip, bei dem fast von der ersten Sekunde an zu erkennen ist, dass die Rudimente einer Story vor allem als Vehikel für Spezialeffekte herhalten mussten. Die Coens dagegen wissen: genau andersherum wird ein Schuh daraus; und dass es schade um alle Tricks ist, wenn sie im luftleeren Raum

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren