Ausweitung der Kampfzone

Drama | Frankreich 1999 | 115 Minuten

Regie: Philippe Harel

Ein Computer-Programmierer kann seinem Lebensdrang nicht mehr folgen und versinkt in tiefe Depression. Er bereist die Provinz, um neuen Kunden die firmeneigene Software zu erläutern, wobei er bei seinem nicht minder verzweifelten Kollegen zu einer teuflischen Einflüsterung ansetzt: Um das Gleichgewicht der Welt wieder herzustellen, müsse dieser die Frauen, die sich ihm verweigern, umbringen. Komplexe Verfilmung des Erstlingsromans von Michel Houellebecq, dessen Dimension absoluter Trostlosigkeit durch Humor leicht sarkastischer Spielart aufgehellt wird. Ein sehr präzise gespielter und inszenierter Film, der in vielen Szenen Mitleid und Erbarmen, aber auch Heiterkeit erregt.

Filmdaten

Originaltitel
EXTENSION DU DOMAINE DE LA LUTTE
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
1999
Regie
Philippe Harel
Buch
Philippe Harel · Michel Houellebecq
Kamera
Gilles Henry
Schnitt
Bénédicte Teiger
Darsteller
Philippe Harel (Unser Held) · José Garcia (Raphael Tisserand) · Philippe Bianco (Erzähler) · Catherine Mouchet (Psycho) · Cécile Reigher (Catherine Lechardey)
Länge
115 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16
Genre
Drama

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs.

Verleih DVD
epix (16:9, 1.85:1, DD5.1 frz., DD2.0 dt.)
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Diskussion
Ein Mann ist so zaghaft geworden – durch eigenes Naturell oder schlimme Erfahrung verursacht –, dass er seinen Instinkten, seinem Lebensdrang nicht mehr folgen kann und in tiefe Depression versinkt. Der Film nach dem berühmten Erstlingsroman von Michel Houellebecq erhebt sich indes aus dieser Dimension absoluter Trostlosigkeit durch unverkennbaren Humor leicht sarkastischer Spielart. Er hilft, den scheinbar unaufhaltbaren Verfall der Vitalität zweier Menschen doch mit einer gewissen Distanz zu betrachten: „Unser Held“, so berichtet ein Erzähler, ist ein Computer-Fachmann, der mit einem anderen Kollegen, Tisserand, in die Provinz ausschwärmt, um neuen Kunden die firmeneigene Software zu erläutern.

Philippe Harel, der Regisseur, spielt zugleich die Hauptfigur: mit Ausnahme zweier Monolog- bzw. Dialog-Szenen eine stumme Rolle. Feinste miniaturistische Regungen in dem stoischen Gesicht teilen dennoch mit, dass hier noch Rea

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