Thriller | Großbritannien 1999 | 69 Minuten

Regie: Christopher Nolan

Ein erfolgloser Schriftsteller vertreibt sich die Zeit damit, fremden Menschen durch die Stadt bis zu ihren Wohnungen zu folgen. Seine als literarische Recherche getarnte Obsession "professionalisiert" sich, als er einen seelenverwandten Einbrecher kennen lernt, der sogar die Wohnungen der Beobachteten durchsucht. Mit einer der "Besuchten" beginnt er ein Verhältnis, ohne zu ahnen, dass er Spielball einer Intrige geworden ist. Mit geringem Budget atmosphärisch dicht gestaltete Film-Noir-Variation. In den Thriller-Elementen etwas überzogen, kündigt sich in dem Debütfilm eindrucksvoll das Talent des Regisseurs zu komplexen Verwirrspielen an. (O.m.d.U.)

Filmdaten

Originaltitel
FOLLOWING
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
1999
Regie
Christopher Nolan
Buch
Christopher Nolan
Kamera
Christopher Nolan
Musik
David Julyan
Schnitt
Gareth Heal · Christopher Nolan
Darsteller
Jeremy Theobald (Bill) · Alex Haw (Cobb) · Lucy Russell (Blondine) · John Nolan (Polizist) · Dick Bradsell (Glatzkopf)
Länge
69 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Genre
Thriller

Heimkino

Die umfangreiche Edition enthält u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs sowie eine Schnittversion, die den Film im erzählzeitlich chronologischen Handlungsverlauf zeigt. Ein weiteres Feature blendet zum Film auch die Drehbuchtexte ein.

Verleih DVD
flax film (1.66:1, DD2.0 engl, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Was für ein Leben hat wohl die Frau, die sich gerade im Café an der Ecke einen Espresso bestellt? Wie mag das Haus jenes Mannes aussehen, der soeben eilig die Straße entlang hastet, um ein Taxi abzufangen? Was macht der alte Herr, der gerade den Buchladen verlässt, den heutigen Tag über, bis er schließlich die Tür seiner kleinen Wohnung am Rande der Stadt aufschließt? Bill ist Schriftsteller, jedenfalls bezeichnet er sich so, wenn jemand nach seinem Beruf fragt. Doch er hat weder Erfolg mit dem, was er tut, noch ist er in der letzten Zeit überhaupt sonderlich produktiv gewesen. Wenn schon mit der Profession kein Geld hereinkommt, ist es zumindest beruhigend zu wissen, dass sich mit ihr das schlechte Gefühl eindämmen lässt, das jeden „normalen“ Menschen beschleicht, wenn er das tun würde, was Bill tut. Er redet sich ein, dass er den wildfremden Menschen nur wegen der Recherche für ein neues Buch folgt. Überhaupt habe er sich strikte Regeln auferlegt, um

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