Crazy (2000)

Drama | Deutschland 2000 | 97 Minuten

Regie: Hans-Christian Schmid

Verfilmung des Erfolgsromans von Benjamin Lebert, der ein Schuljahr in einem süddeutschen Internat schildert. Ein halbseitig gelähmter 16-Jähriger muss Zugang zu einem geschlossenen sozialen System finden, dabei gleichzeitig mit den pubertär bedingten Ablösungsprozessen übereinkommen. Der Film hält sich eng an die literarische Vorlage und wiederholt ihre Schwächen wie Stärken: einerseits lebendiges Sittenbild mit vielen plastischen Momenten, die über das bloße Protokoll des Heranwachsens hinausreichen, andererseits nicht frei von Beliebigkeit und Leerlauf. Trotz dieser Ambivalenz entwirft der Film eine außergewöhnliche Perspektive auf den gegenwärtigen emotionalen Zustand von 14- bis 16-Jährigen. - Ab 14 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2000
Regie
Hans-Christian Schmid
Buch
Hans-Christian Schmid · Michael Gutmann
Kamera
Sonja Rom
Musik
Christoph Kaiser
Schnitt
Hansjörg Weissbrich
Darsteller
Robert Stadlober (Benjamin) · Tom Schilling (Janosch) · Oona Devi Liebich (Malen) · Julia Hummer (Marie) · Dagmar Manzel (Juliane)
Länge
97 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14 möglich.
Genre
Drama | Literaturverfilmung

Heimkino

Die umfangreiche Special Edition (2 DVDs) beinhaltet u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs und diverse nicht verwendete Szenen.

Verleih DVD
VCL (16:9, 1.85:1, DD5.1 dt., DTS dt.)
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Diskussion
Ein idyllisch gelegenes Internat irgendwo im Bayerischen: ein wahrhaftiges Schloss, gebettet in die dazugehörige Fantasielandschaft mit Bergen, Wald und See. An Orte wie diesen schiebt der gehobene Mittelstand (West-)Deutschlands gern seinen Nachwuchs ab, gibt viel Geld dafür aus, um ihn irgendwann doch noch bis zur Hochschulreife zu manövrieren. Benjamin Lebert verbrachte in einer solchen Einrichtung ein Jahr seines Lebens; gerade einmal 16-jährig, verarbeitete er die damit verbundenen Erlebnisse in seinem Roman „Crazy“, mit dem er zum jüngsten deutschsprachigen Bestsellerautor aller Zeiten avancierte. Nur fünf Monate nach Erscheinen dieses Romans machte sich Hans-Christian Schmid an die Verfilmung. Er benutzte dabei den tatsächlichen Ort der Handlung: Aus dem authentischen Neubeuern wurde das filmische „Neuenseelen“. Der halbseitig gelähmte Benjamin ist kein Kind mehr und noch kein Erwachsener; gerade in dieser zugleich schlimmsten wie schönsten Zeit des Heranwachsens muss er zum nunmehr fünften Mal die Schule wechseln und in einem gesch

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