Ich liebe das Rauschen des Meeres

- | Italien/Frankreich 2000 | 84 Minuten

Regie: Mimmo Calopresti

Ein wohlhabender Geschäftsmann holt einen weitläufig verwandten Jungen aus Kalabrien nach Turin, weil er sich davon einen positiven Einfluss auf seinen unzugänglichen Sohn verspricht. Die beiden grundverschiedenen Jungen freunden sich tatsächlich an, doch ihr Kontakt fördert andere Entwicklungen als es der Vater erwartete. Stilles und konzentriertes, dabei unaufgeregt erzähltes Drama über den Preis des Wohlstandes sowie der Unabhängigkeit, als dessen innere Struktur sich die lose Reihung psychischer Momentaufnahmen enthüllt. (O.m.d.U.) - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
PREFERISCO IL RUMORE DEL MARE | JE PREFERE LE BRUIT DE MER
Produktionsland
Italien/Frankreich
Produktionsjahr
2000
Regie
Mimmo Calopresti
Buch
Heidrun Schleef · Mimmo Calopresti · Francesco Bruni
Kamera
Luca Bigazzi
Musik
Franco Piersanti
Schnitt
Massimo Fiocchi
Darsteller
Silvio Orlando (Luigi) · Michel Raso (Rosario) · Paolo Cirio (Matteo) · Fabrizia Sacchi (Serena) · Mimmo Calopresti (Don Lorenzo)
Länge
84 Minuten
Kinostart
-
Fsk
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Diskussion
Wie ist das alles nur geschehen? Keine andere Erzählkunst kann mit dieser Frage scheinbar besser umgehen als das Kino, das ein ganzes Arsenal an inszenatorischen Verfahren entwickelt hat, um Vergangenes effektvoll zu rekapitulieren. Auch in Mimmo Caloprestis drittem Film blendet die Handlung von einer Neujahrsnacht in Turin einige Monate zurück, um den Gang der Dinge linear und zielstrebig aufzurollen. Allerdings taucht die Kamera von Luca Bigazzi die Figur des Erinnernden in der Eingangssequenz in so melancholisches Licht, dass sich der Sinn der Frage kaum auf Kausales beziehen kann. Luigi, ein wohlhabender Geschäftsmann aus Turin, steht am Bett seines Sohnes Matteo. Der 15-Jährige wollte sich mit Tabletten das Leben nehmen, nachdem er die elterliche Villa mit einem Tennisschläger in ein Trümmerfeld verwandelt hatte. Ein Aufstand, dessen Genese sich zwar beschreiben, mit wenigen Worten – oder Bildern – aber wohl kaum ergründen lässt. Zumindest hat die Revolte mit einem anderen Jungen zu tun, Rosario, einem Südit

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