Mel Gibson - Der Patriot

- | USA 2000 | 164 Minuten

Regie: Roland Emmerich

Ein Colonel der amerikanischen Armee verweigert seine Teilnahme am Unabhängigkeitskrieg gegen die Engländer, weil er einst Kriegsverbrechen begangen hat und sich nach dem Tod seiner Frau um seine sieben Kinder kümmern will. Als sich einer seiner Söhne rekrutieren lässt, gefangen wird und ein zweiter getötet wird, gründet er eine Miliz, die den Engländern auflauert. Opulenter Kriegsfilm, der geschickt die historischen Ereignisse mit dem Familiendrama verknüpft, in den Mittelpunkt aber den inneren Konflikt der Hauptfigur stellt. Die patriotischen Töne und der Appell an den Gemeinsinn sind unüberhörbar, halten sich aber ebenso wie die Spezialeffekte und die Schlachtengemälde in vergleichsweise engem Rahmen.

Filmdaten

Originaltitel
THE PATRIOT
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2000
Regie
Roland Emmerich
Buch
Robert Rodat
Kamera
Caleb Deschanel
Musik
John Williams
Schnitt
David Brenner
Darsteller
Mel Gibson (Benjamin Martin) · Heath Ledger (Gabriel Martin) · Joely Richardson (Charlotte Selton) · Jason Isaacs (William Tavington) · Chris Cooper (Harry Burwell)
Länge
164 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs und der Produzenten Michael Dahan, Dionne McNeff, Roland Emmerich, Ute Emmerich, William Fay, Dean Devlin, Mark Gordon, Gary Levinsohn und Peter Winther.

Verleih DVD
Columbia TriStar Home (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Wem der Appell des amerikanischen Präsidenten in „Independence Day„ an die vor dem Untergang stehende Welt noch in schmerzhafter Erinnerung ist, jene Rede, deren Pathos direkt aus einem Anti-Nazi-Film der 40er-Jahre zu stammen schien, der musste sich vor Roland Emmerichs nächstem Projekt fürchten. Schon der Titel „Der Patriot“ ließ Schlimmes ahnen, ebenso wie der Starttag in den USA, diesmal eben nicht der Unabhängigkeitstag, sondern der Memorial Day, der für die Nationalisten wie für die Filmbranche ein magisches Datum darstellt; übrigens startete auch Wolfgang Petersens „Der Sturm“ an diesem Tag. Dazu kommt das Thema: der Unabhängigkeitskrieg gegen England, aufgehängt an einer emotionsgeladenen Familiengeschichte. Dass „Der Patriot„ dennoch nicht nur der beste Emmerich-Film seit sehr langer Zeit geworden ist, sondern auch noch ein solides Kriegsdrama, war insofern eine Überraschung. Drehbuchautor Robert Rodat hatte bereits in „Der Soldat James Ryan“ (fd 33 341) eine einfache Geschichte gekonn

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