X-Men - Der Film

Fantasy | USA 2000 | 104 Minuten

Regie: Bryan Singer

Basierend auf dem Mutanten-Arsenal der gleichnamigen Marvel-Comic-Strips, erzählt "X-Men" die Geschichte einer Gruppe menschenfreundlicher und einer Gruppe hasserfüllter Mutanten, deren Einzelschicksale zu einem effekthascherischen Finale im Schatten der Freiheitsstatue zusammenfinden. Mit aufgesetzten, wenig überzeugenden Verweisen auf historische Vorgänge (Judenverfolgung, Kommunistenjagd) um hintergründige Bedeutung ringend, verfehlt der von Computer-Effekten überwucherte Film weitgehend die Chance, ein zeitgemäßes Umfeld für die originellen Comic-Figuren zu schaffen. (Fortsetzung: "X-Men 2", 2003) - Ab 14 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
X-MEN
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2000
Regie
Bryan Singer
Buch
David Hayter
Kamera
Newton Thomas Sigel
Musik
Michael Kamen
Schnitt
Steven Rosenblum · Kevin Stitt · John Wright
Darsteller
Hugh Jackman (Logan/Wolverine) · Patrick Stewart (Xavier) · Ian McKellen (Magneto) · Famke Janssen (Jean Grey) · James Marsden (Cyclops)
Länge
104 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14 möglich.
Genre
Fantasy | Literaturverfilmung

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. ein Feature mit sechs nicht verwendeten Szenen. Es besteht die Möglichkeit, die "Deleted Scenes" in den laufenden Film einzuspielen.

Verleih DVD
Fox (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Mutanten gehören zum Fantasy-Genre wie Indianer zum Western. Seit in den 20er-Jahren bekannt wurde, dass radioaktive Strahlen eine Veränderung der Gen-Struktur bewirken können, haben Science-Fiction-Autoren die wissenschaftliche Entdeckung aufgegriffen und Mutationen aller Art zum Gegenstand ihrer Romane gemacht. Vor allem übermenschliche Fähigkeiten waren es, die ihre Fantasie beflügelten. Von A.E.Van Vogts „Slan“ (1940) bis zu George Turners „Brain Child“ (1991) etablierten sich Mutanten der verschiedensten Art in den Bestsellern des Genres. Hollywood zeigte sich zunächst weniger an den menschlichen Exemplaren interessiert als an tierischen. „Formicula“ (fd 9506) und „Tarantula“ (fd 4853) waren große Erfolge in den frühen 50er-Jahren, später dann gefolgt von „The Most Dangerous Man Alive“ und „Der Mann mit den Röntgenaugen“. Die Mutanten waren Hollywoods Weiterentwicklung der überstrapazierten Monsterfiguren à la „Frankenstein“. Es dauerte bis 1961, bis Joseph Losey dem Sujet in „Sie sind verdammt“ (fd 18 446) eine tiefer lotende existenzielle Dimension verlieh.

Eine Comic-Serie, die sich ganz dem Thema Mutanten verschrieb, war Marvels „X-Men“, gestartet 1963 von Stan Lee und Jack Kirby. Sie entstand auf dem Hintergrund des Verfolgungswahns der

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