O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi Odyssee

- | USA 2000 | 107 Minuten

Regie: Joel Coen

In den 30er-Jahren überredet ein Kettensträfling zwei seiner Leidensgenossen zur gemeinsamen Flucht, die sie durch den Süden der Vereinigten Staaten führt und deren Ende sie - nach vielen Abenteuern - als Folksänger erleben. Ein auf den ersten Blick minimalistischer Film, der jedoch viele Referenzmöglichkeiten erschließt und seine Wurzeln in der Bibel, der antiken Poetik und der amerikanischen Kulturgeschichte offenbart. Ein im positiven Sinne postmoderner Film, der seine Chiffren und Zeichen geschickt zu setzen versteht. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
O BROTHER, WHERE ART THOU?
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2000
Regie
Joel Coen
Buch
Ethan Coen · Joel Coen
Kamera
Roger Deakins
Musik
T-Bone Burnett · Chris Thomas King
Schnitt
Ethan Coen (als Roderick Jaynes) · Joel Coen (als Roderick Jaynes) · Tricia Cooke
Darsteller
George Clooney (Everett Ulysses McGill) · John Turturro (Peter) · Charles Durning (Pappy O'Daniel) · John Goodman (Big Dan Teague) · Holly Hunter (Penny)
Länge
107 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Heimkino

Verleih DVD
Columbia TriStar Home (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Kritiker haben sich angewöhnt, jene Sorte Kunst, die zu einem hohen Grad aus Zitaten bereits existierender Kunstwerke besteht, in die Postmoderne zu verweisen. Damit geben sie einerseits kund, dass derartige Konzepte nicht mehr ganz neu sind; andererseits erlaubt uns dies auch, ganz nach Belieben die darin enthaltenen Rätsel zu lösen oder nicht. Hauptsache, man zeigt, dass man die Spielregeln verstanden hat. So ist man zunächst aus dem Schneider - ungeachtet der Frage, ob man mit dem zitierten Kontext tatsächlich vertraut ist oder nicht. Man kann es aber auch ganz anders sehen. „Es heißt, wenn im englischen Parlament des vorigen Jahrhunderts ein Abgeordneter ein lateinisches Zitat begonnen habe, so hätten sich die übrigen Anwesenden geschlossen erhoben, und das Zitat wie aus einem Munde zu Ende gebracht.“ So beschreibt es zumindest der Folksänger Dave Van Bonk in Greil Marcus’ Buch „Invisible Republic“ als Beispiel dafür, wie vertraut eine Gruppe mit einem bestimmten Kanon sein kann. Die Coen-Brüder streifen in ihrem Werk stets die verschiedensten Sphären kultureller Referenz-Systeme. Diesmal i

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