Onegin - Eine Liebe in St. Petersburg

Drama | Großbritannien 1998 | 106 Minuten

Regie: Martha Fiennes

Der durch eine Erbschaft reich gewordene St. Petersburger Bohemien und Freigeist Eugen Onegin weist die Liebe einer jungen Landadeligen als Schwärmerei zurück, erkennt aber nach Jahren, dass er die mittlerweile mit seinem Cousin verheiratete Frau doch liebt. Seine Bemühungen, sie für sich zu gewinnen, scheitern an ihrer Treue zu ihrem zwar ungeliebten, aber respektierten Ehemann. Glänzend gespielte und atmosphärisch dicht inszenierte Verfilmung eines Versromans von Alexander Puschkin, die tief in die "russische Seele" eintaucht, um berührend von verschmähter und nicht erfüllter Liebe zu erzählen. Die eindrucksvoll "gemalten" Bilder muten wie ein Gang durch eine Gemäldegalerie an. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
ONEGIN
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
1998
Regie
Martha Fiennes
Buch
Michael Ignatieff · Peter Ettedgui
Kamera
Remi Adefarasin
Musik
Magnus Fiennes
Schnitt
Jim Clark
Darsteller
Ralph Fiennes (Eugen Onegin) · Liv Tyler (Tatjana Larin) · Toby Stephens (Vladimir Lenskij) · Lena Headey (Olga Larin) · Martin Donovan (Prinz Nikitin)
Länge
106 Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama | Historienfilm | Literaturverfilmung
Diskussion
Es ist erstaunlich, dass sich das Kino nicht schon früher einer der ergreifendsten Liebesgeschichten der Weltliteratur angenommen hat. Vielleicht stand die Versform von Alexander Puschkins „Eugen Onegin“ einer filmischen Adaption bislang im Wege als dass sie die Fantasie der Filmemacher beflügelt hätte. Dabei ist „Eugen Onegin“ wie kein anderer Roman des russischen Schriftstellers von einer geradezu nach Bildern verlangenden Kraft. Aber lediglich Tschaikowskis gleichnamige Oper, die 1958 in den Mosfilm-Studios verfilmt wurde, nutzte bisher die große Emotionalität des Stoffes (und ein 1972 entstandenes Fernsehspiel von Vaclav Kaslik). Nun hat sich der englische „Fiennes-Film-Clan“ des auch heute noch aktuellen Stoffs angenommen: Ralph Fiennes spielt die Titelfigur und zeichnet als ausführender Produzent, seiner mit Werbefilmen und Music-Videos bekannt gewordenen Schwester Martha übertrug er ihre erste Spielfilmregie, Bruder

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