Der Barbier von Sibirien

- | Frankreich/Russland/Italien/Tschechien 1998 | 177 Minuten

Regie: Nikita Michalkow

Im zaristischen Russland verlieben sich 1885 ein junger Offiziersanwärter und eine amerikanische Geschäftsfrau ineinander. Sie soll den Russen eine Abholzungsmaschine verkaufen und umgarnt die einflussreichen Militärs am Zarenhof. Als der eifersüchtige Kadett seinen Nebenbuhler, einen General, umbringen will, wird er nach Sibirien verbannt. Erst Jahre später erzählt die Amerikanerin ihrem aus der kurzen Begegnung hervorgegangenen Sohn ihr Leben. Langatmiges Ausstattungsepos voller Klischees, in dem die Liebesgeschichte nicht richtig funktioniert, die Figuren unglaubwürdig gestaltet und größtenteils unglücklich besetzt sind. Allein die Ausstattung sowie die faszinierenden Landschaftsaufnahmen fesseln. (teils O.m.d.U.) - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
SIBIRSKI ZIRJULNIK | THE BARBER OF SIBERIA | LE BARBIER DE SIBERIE | IL BARBIERE DI SIBERIA
Produktionsland
Frankreich/Russland/Italien/Tschechien
Produktionsjahr
1998
Regie
Nikita Michalkow
Buch
Rustam Ibragimbekow · Nikita Michalkow · Rospo Pallenberg
Kamera
Pawel Lebeschew · Franco di Giacomo
Musik
Eduard Artemjew
Schnitt
Enzo Meniconi
Darsteller
Julia Ormond (Jane) · Oleg Menschikow (Andrej Tolstoi) · Richard Harris (McCracken) · Alexej Petrenko (Radlow) · Wladimir Iljin (Mokin)
Länge
177 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Heimkino

Verleih DVD
Kinowelt (16:9, 2.35:1, DD5.1 russ./engl./dt.)
DVD kaufen

Diskussion
Ein gesellschaftspolitisches Zeitbild, ein Fresko über das schöne, weite Russland, ein Liebesdrama wie „Doktor Schiwago“ (fd 14 356) – all dies wollte Nikita Michalkow in seinem Drei-Stunden-Epos vereinen. Als der Film Anfang 1999 in Russland lief, war er ein immenser Publikumserfolg und wurde als Heimatepos gefeiert - vielleicht gerade weil er so klischeehaft ist. Als er als Eröffnungsfilm des Filmfestivals in Cannes lief, machte sich großes Gähnen breit, was daraus resultierte, dass sich Michalkow offensichtlich nie so richtig entscheiden konnte, was ihm denn nun am Wichtigsten ist. In einer Rückblende erzählt eine junge Amerikanerin ihr Leben: Jane, eine Außenseiterin, die sich als Beraterin zwiespältiger Unternehmungen ihren Lebensunterhalt verdient, lässt sich 1885 von dem amerikanischen Erfinder McCracken anheuern. Sie soll am russischen Zarenhof die Adeligen bezirzen, McCrackens Erfindung zu kaufen: den „Barbier von Sibirien“, e

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren