The Goddess of 1967

- | Hongkong/Australien 2000 | 118 Minuten

Regie: Clara Law

Ein japanischer Autonarr begibt sich in Begleitung einer blinden jungen Frau mit einem Citroën D.S. 19 auf eine fünftägige Reise quer durch den australischen Kontinent, in deren Verlauf Seelenlandschaften und die leidvolle Vergangenheit der Frau enthüllt werden. Ein auf eigenwillige Künstlichkeit bestehender Film mit streng komponierten Bildmetaphern, die gelegentlich überstrapaziert werden. Weitgehend zusammengehalten wird er weniger durch die Ideenwelt seiner Macher als durch die Kraft seiner Form.

Filmdaten

Originaltitel
THE GODDESS OF 1967
Produktionsland
Hongkong/Australien
Produktionsjahr
2000
Regie
Clara Law
Buch
Clara Law · Eddie Fong
Kamera
Dion Beebe
Musik
Jen Anderson
Schnitt
Kate Williams
Darsteller
Rose Byrne (blinde Frau) · Rikiya Kurokawa (Japaner) · Nicholas Hope (Vater/Großvater) · Elise McCredie (Marie)
Länge
118 Minuten
Kinostart
-
Fsk
-

Diskussion
Die titelgebende Göttin ist ein Auto: eine „Déesse“, wie die französische Aussprache der Typenbezeichnung D.S. 19 suggeriert. Als der Hersteller Citroën dieses Modell 1955 auf den Markt brachte, attestierte ihm der Kulturtheoretiker Roland Barthes in einem Zeitungsartikel „alle Wesenszüge eines jener Objekte, die aus einer anderen Welt herabgestiegen sind“. Dieses Zitat hat die Hongkong-Chinesin Clara Law an den Anfang ihres Films gestellt, der in ihrer augenblicklichen Wahlheimat Australien spielt. Zwar dürfte auch der bei den Dreharbeiten verwendete D.S. durchaus im Diesseits produziert worden sein, doch scheint das pinkfarbene Gefährt, Baujahr ‘67, in „The Goddess of 1967“ tatsächlich abseits der üblichen Pfade von Zeit und Raum unterwegs zu sein. Die ersten Bilder des betont kunstfertigen Films zeigen ein scheinbar menschenleeres Tokyo, das von geometrischen Formen aus Stahl, Glas und Beton beherrscht wird. Dort führt ein namenloser junger Mann das vermeintlich typisch

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