Hannibal (2001)

Thriller | USA 2001 | 133 Minuten

Regie: Ridley Scott

Die FBI-Agentin Clarice Starling nimmt die Verfolgung des gefährlichen Soziopathen Hannibal Lecter auf, der ihr vor zehn Jahren bei der Ausschaltung eines Serienmörders half und danach untertauchte. Erneut tritt sie in einen intellektuellen und emotionalen Austausch mit dem kannibalischen Monster. Die morbide Geschichte verbindet drastische Effekte und düstere, betont kunstvoll komponierte Bilder zu einer Atmosphäre bedrückenden Horrors, der nie ein überzeugendes Äquivalent zur Romanvorlage gelingt. Aus den ambivalenten Motiven der exzellent gespielten Figuren entwickelt sich eine allzu genau kalkulierte äußerliche Spannung, die nicht frei ist vom spekulativen Anflug des gesuchten voyeuristischen Schauders.

Filmdaten

Originaltitel
HANNIBAL
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2001
Regie
Ridley Scott
Buch
David Mamet · Steven Zaillian
Kamera
John Mathieson
Musik
Hans Zimmer
Schnitt
Pietro Scalia
Darsteller
Anthony Hopkins (Dr. Hannibal Lecter) · Julianne Moore (Clarice Starling) · Giancarlo Giannini (Rinaldo Pazzi) · Ray Liotta (Paul Krendler) · Francesca Neri (Laura Pazzi)
Länge
133 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 18; f
Genre
Thriller

Heimkino

Die umfangreiche, sehr informative Special Edition (2 DVDs, nur die Kaufversion der FSK 18-Fassung) enthält u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs, eine separate Soundtrackspur, Storyboards, Bildanalysen zu diversen Sequenzen (inklusive des Titeldesigns), ein Feature mit im Film nicht verwendeten Szenen sowie ein alternatives Filmende.

Verleih DVD
BMG (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt., DTS6.1 engl./dt.)
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Diskussion
„Okidoki“, sagt Hannibal Lecter, bevor er zur Tat schreitet. Mit einer Seilwinde hievt er den gefesselten, mit einem Klebeband über dem Mund sprachlos gemachten Inspektor Pazzi auf den Balkon, schlitzt ihm mit einem winzigen Sichelmesser den Bauch auf und schubst ihn über die Brüstung. Da schaukelt er dann über der Piazza della Signoria zwischen Himmel und Erde, während sein Darm wie eine Nabelschnur nach unten hängt. Die Fassade des Palazzo Vecchio in Florenz ist Schauplatz dieser Grauen erregenden Szene, die an die Ermordung des Francesco de Pazzi erinnert, der 1478 an gleicher Stelle und auf ähnliche Weise ums Leben kam, weil er gegen zwei Medici-Brüder einen Mordanschlag verübt hatte. Ein historisch dokumentierter Mordfall, der Lecter offenbar zu der grausamen Tat inspirierte. Zehn Jahre sind vergangen, seit die FBI-Agentin Clarice Starling mit Hilfe des intellektuellen Kannibalen Hannibal Lecter in „Das Schweigen der Lämmer“ (fd 28 838) einen Serienmörder zur Strecke brachte. Während sie beim FB

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