Das Glücksprinzip

Drama | USA 2000 | 123 Minuten

Regie: Mimi Leder

Von seinem Sozialkundelehrer zu einem Projekt zur Verbesserung der Welt aufgefordert, ersinnt ein elfjähriger Schüler einen Plan nach dem Vorbild des Kettenbriefs, der gleichzeitig der Zusammenführung seiner allein erziehenden Mutter mit dem Lehrer dienen soll. Eine einfühlsam gespielte Goodwill-Geschichte in der Tradition eines Frank Capra, deren spürbare gute Absicht zwischen gekünstelten Figuren und unscharfen Milieus aufgezehrt wird. Ohne die nötige Balance aus Realismus und Illusion zu erreichen, mündet die Handlung in ein relativierendes Ende voll spekulativer Sentimentalität. - Ab 14 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
PAY IT FORWARD
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2000
Regie
Mimi Leder
Buch
Leslie Dixon
Kamera
Oliver Stapleton
Musik
Thomas Newman
Schnitt
David Rosenbloom
Darsteller
Kevin Spacey (Eugene Simonet) · Helen Hunt (Arlene McKinney) · Haley Joel Osment (Trevor McKinney) · Jay Mohr (Chris Chandler) · Jim Caviezel (Jerry)
Länge
123 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14 möglich.
Genre
Drama

Heimkino

Die Extras der Kauf-DVD umfassen u.a. einen Audiokommentar der Regisseurin.

Verleih DVD
BMG (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
DVD kaufen
Diskussion
Frank Capra, der Meister des Goodwill-Films, hat einmal gesagt: „Meine ganze Philosophie steckt in meinen Filmen. Der Mensch ist seinem Wesen nach gut oder kann zum Guten veranlasst werden. Sentimental? Gewiss, aber was soll’s?“ Mimi Leder, die durch handfestere Filme wie „Deep Impact“ (fd 33 137) bekannt wurde, hat sich von Capras Philosophie ganz augenscheinlich anstecken lassen, als sie die Regie von „Das Glücksprinzip“ übernahm. Doch verinnerlicht hat sie wohl nur den Schluss des Zitats. Nun könnte man mit dem großen Capra fragen: „Sentimental? Gewiss, aber was soll’s?“ Das Peinliche an der Sache ist bloß, dass Mimi Leder kein Frank Capra ist - nicht einmal ein John M. Stahl oder Douglas Sirk, die sich beide mit ähnlichem Erfolg an einem vergleichbaren Goodwill-Drama versucht haben: „Die wunderbare Macht“ (fd 3390). Was bei Capra John Doe und bei Stahl/Sirk Bob Merrick war, ist hier ein elfjähriger Junge namens Trevor. Die Aufgabe, die ihm von seinem Sozialkundelehrer gestellt wird, ist dieselbe: die Welt zum Guten zu verändern. Trevor erfährt jeden Tag aus eigener Anschauung, dass die Welt eine Menge Verbesserung vertragen könnte. Als Kind einer allein lebenden Kellnerin, die nicht einmal genug Geld für ein eigenes Auto verdient, sind i

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren