Pearl Harbor

Kriegsfilm | USA 2001 | 172 Minuten

Regie: Michael Bay

Zwei seit ihrer Kindheit in New Jersey der Fliegerei verfallene Freunde melden sich im Zweiten Weltkrieg zur Luftwaffe. Während der Eine nach England geht und dort vermeintlich ums Leben kommt, sodass sich der Andere und die Verlobte des Totgeglaubten, eine Krankenschwester, in ihrer Trauer näher kommen, kehrt der Freund kurz vor dem Überfall der Japaner auf Pearl Harbor zurück. Vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse entwickelt sich eine tragisch-sentimentale Liebesgeschichte. Aufdringliches Kriegsabenteuer mit unangenehmen patriotischen und heroischen Tönen, die auch nicht von den tricktechnisch ausgefeilten Schlachtszenen überspielt werden. Glatt und gefällig wie ein Werbespot zum Dienst an der Waffe, bietet sich das Bild einer ausgesprochen reaktionären Vergangenheitsbewältigung. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
PEARL HARBOR
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2001
Regie
Michael Bay
Buch
Randall Wallace
Kamera
John Schwartzman
Musik
Hans Zimmer
Schnitt
Chris Lebenzon · Steven Rosenblum · Mark Goldblatt
Darsteller
Kate Beckinsale (Evelyn Johnson) · Ben Affleck (Rafe McCawley) · Josh Hartnett (Danny Walker) · Alec Baldwin (James Doolittle) · Jon Voight (Präsident Roosevelt)
Länge
172 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Kriegsfilm | Liebesfilm

Heimkino

Die Extras der Doppel-DVD umfassen u.a. ein ausführliches Making Of (45 Min.) sowie einige Kurzfeatures zu Teilaspekten des Films.

Verleih DVD
Buena Vista (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Was das Vietnam-Trauma für die amerikanische „Nach-68er-Generation“war, das war Pearl Harbour für die Zweite-Weltkrieg-Generation in den USA. Der Stachel des japanischen Überraschungsangriffs auf den Flottenstützpunkt auf Hawaii am 7. Dezember 1941 saß tief – der Atombombenabwurf auf Hiroshima letztlich die barbarische und durch nichts zu rechtfertigende Rache für diese demütigende Niederlage. Hollywood hat sich diesem nationalen Katastrophentag schon oft gewidmet und neben zahlreichen Varianten, die den Krieg als bloßes Abenteuer darstellen, Filme hervorgebracht, die sich durchaus um eine differenzierte Sichtweise bemühen: Otto Premingers epische Zustands- und Stimmungsbeschreibung „Erster Sieg“ (fd 13 558) aus dem Jahr 1965 beispielsweise oder die um historische Genauigkeit bemühte Co-Produktion mit Japan „Tora! Tora! Tora!“ (1969, fd 17 058). Umso erstaunter ist man, dass nun mit „Pearl Harbor“ ein Film entstehen

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