Der Schuh des Manitu

- | Deutschland 2001 | 84 & 92 Minuten

Regie: Michael "Bully" Herbig

Ein Apachen-Häuptling und sein weißer Blutsbruder kämpfen gegen einen sadistischen Gentleman-Verbrecher, der gegen sie intrigiert und ihnen eine Schatzkarte abspenstig gemacht hat. Stilechte, bis in technische Details aufmerksam nachempfundene Parodie auf die Karl-May-Filme der 60er-Jahre, die sich als absolut sinnfreie Nummernrevue gefällt und vor keiner Plattheit und Zote zurückschreckt, um oberflächlich-albern zu unterhalten. Die Mechanik der alten Kino-Klischees wird nur decouvriert, um die neuen Klischees der aktuellen Gag-Kultur auszubreiten. (Im Jahr 2002 startete "Der Schuh des Manitu - Extra Large", in dem sich die eingeschworene Fan-Gemeinde an acht Minuten zusätzlichem Material delektieren durfte, mit dem der Film neu eingeleitet wurde.) - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2001
Regie
Michael "Bully" Herbig
Buch
Michael "Bully" Herbig · Alfons Biedermann
Kamera
Stephan Schuh
Musik
Ralf Wengenmayr
Schnitt
Alexander Dittner
Darsteller
Michael "Bully" Herbig (Abahachi/Winnetouch) · Christian Tramitz (Ranger) · Sky Dumont (Santa Maria) · Marie Bäumer (Uschi) · Hilmi Sözer (Hombre)
Länge
84 & 92 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Heimkino

Standard Version: Die umfangreiche, originell konzipierte Special-Edition (2 DVDs) beinhaltet u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs und des Darstellers Rick Kavanian sowie ein Feature mit 17 nicht verwendeten Szenen (15 Min.). DVD XL-Version: Diese Special Edition (Doppel-DVD) unterscheidet sich bei den Extras u.a. durch ein kürzeres, auf die XL-Eigenheiten zugeschnittenes "Making of" und durch zusätzliche Storyboardzeichnungen des Regisseurs. Die ebenfalls erschienene Einzel-DVD enthält keine nennenswerten Extras.

Verleih DVD
BMG (16:9, 2.20:1, DD5.1 dt., DTS dt.)
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Diskussion
„Er machte einen tiefen Eindruck auf mich. Wir betrachteten einander mit einem langen, forschenden Blick, und dann glaubte ich zu bemerken, dass in seinen ernsten, dunklen Augen für einen kurzen Augenblick ein freundliches Licht aufleuchtete, wie ein Gruß...“ Mit solch pathetischer Ernsthaftigkeit umschrieb Karl May (in „Winnetou I“) die aufkeimende Freundschaft zwischen dem edlen Apachen-Häuptling Winnetou und Old Shatterhand, seinem weißen Blutsbruder aus Deutschland. Das deutsche Kino der 60er-Jahre fand seinen eigenen, nicht minder pompösen, zudem extrem erfolgreichen Karl-May-Touch: „Wie ein Märchen klingt heute, was vor einem Jahrhundert noch Wirklichkeit war – bittere, harte Wirklichkeit“, hieß das gefühlsbetonte Credo, mit dem „Winnetou I“ (fd 12 436) eingeleitet wurde. Nun, mit der Märchenwelt war es damals schon bald vorbei, und mancher „Winnetou“-Film wurde unter dem kommerziellen Gesetz der Serialität zur

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