Der schöne Tag

- | Deutschland 2001 | 74 Minuten

Regie: Thomas Arslan

24 Stunden im Leben einer jungen Schauspielerin und Synchronsprecherin türkischer Herkunft im sommerlichen Berlin, die sich von ihrem Freund trennt, ihre Mutter und ihre Schwester trifft und einen jungen Mann kennen lernt, ohne mit ihm eine neue Beziehung anknüpfen zu können. Dramaturgisch extrem zurückgenommene, unaufgeregte "Großstadt-Chronik", die bei aller erzählerischen Distanz die unspektakulären Alltagsereignisse zu einem anregenden, ebenso ehrlichen wie spannenden Diskurs über Lebensperspektiven und -einstellungen zu verdichten weiß. (Letzter Teil einer Trilogie, zu der noch die Filme "Geschwister", 1996, und "Dealer", 1998, gehören.) - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2001
Regie
Thomas Arslan
Buch
Thomas Arslan
Kamera
Michael Wiesweg
Musik
Morton Feldman · Saul Williams
Schnitt
Bettina Blickwede
Darsteller
Serpil Turhan (Deniz) · Bilge Bingül (Diego) · Florian Stetter (Jan) · Hafize Üner (Mutter) · Selda Kaya & shape: mod (Leyla)
Länge
74 Minuten
Kinostart
-
Fsk
-
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Diskussion
Der im Filmtitel annoncierte Tag ist vor allem schön, weil das Wetter es ist und die Straßen Berlins mit Licht und Wärme angereichert sind. Eine typisch sommerliche, behäbig-träge Friedfertigkeit liegt über der Großstadt, und das, was man in einer anderen Jahreszeit als störendes, gar aggressives urbanes Ambiente aus Beton und Glas empfinden würde, ist einer zumindest äußerlichen Leichtigkeit des Seins gewichen, bestimmt vom Flanieren im Park, vom geöffneten Wohnungsfenster, überhaupt von Durchlässigkeiten zwischen Innen und Außen, was sowohl auf Räume als auch auf Menschen zutrifft. Zum dritten Mal nach „Geschwister“ (1996) und „Dealer“ (1998, fd 33 601) beschreibt Thomas Arslan junge Menschen türkischer Herkunft in Berlin, wobei sich die mit „Der schöne Tag“ nun abgeschlossene Trilogie im Nachhinein als betont lose geknüpftes Konzept darstellt, das mannigfache Entwicklungen und Variationen ermöglicht, um reizvoll auf der thematischen wie formalen Klaviatur der schmalen Vorgabe zu spielen. Allen drei Filmen ist der

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