Das Zimmer meines Sohnes

Drama | Italien 2001 | 100 Minuten

Regie: Nanni Moretti

Ein Psychoanalytiker, der glücklich mit seiner vierköpfigen Familie in Ancona lebt, fährt eines Tages zu einem Patienten, statt seinen Sohn zum Tauchen zu begleiten. Der Sohn stirbt dabei durch einen Unfall. Daraufhin entzweit sich die übrige Familie, und der Vater gibt sich die Schuld am Unglück. Sehr sensibel inszenierte Studie über den Zerfall einer Familie durch die Unfähigkeit, mit dem Gefühl der Trauer zurechtzukommen; genau in der Beobachtung menschlicher Reaktionen, plastisch in der Figurenanlage und nüchtern im Stil. (Kinotipp der katholischen Filmkritik) - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
LA STANZA DEL FIGLIO
Produktionsland
Italien
Produktionsjahr
2001
Regie
Nanni Moretti
Buch
Linda Ferri · Nanni Moretti · Heidrun Schleef
Kamera
Giuseppe Lanci
Musik
Nicola Piovani
Schnitt
Esmeralda Calabria
Darsteller
Nanni Moretti (Giovanni) · Laura Morante (Paola) · Jasmine Trinca (Irene) · Giuseppe Sanfelice (Andrea) · Silvio Orlando (Oscar)
Länge
100 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Universal
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Diskussion
Nanni Moretti auf Achse: Fuhr er in „Liebes Tagebuch“ (fd 30 867) vorzugsweise mit dem Motorroller durch Rom, joggt er diesmal am Hafen von Ancona entlang, um Abstand zu den Dingen zu gewinnen. Weniger zu den politischen als zu den psychologischen Unzulänglichkeiten seiner Mitmenschen, denn Moretti spielt einen Psychoanalytiker namens Giovanni. Mit unendlicher Geduld hört er seinen Patienten zu, wie sie ihm ihre kleinen und großen Leiden vortragen. Zu Hause ist er liebender Ehemann und Vater zweier Kinder, ein ruhender Pol scheinbar ohne besondere Bedürfnisse. Diese gelassene Sichtweise auf die Welt gibt auch den Ton des Films vor: Aus jeder Szene atmet das Leben mit seinen alltäglichen Anforderungen, aber auch mit dem selbstverständlichen Glück, das es bieten kann – bis ei

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