Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger

Science-Fiction-Film | USA 2001 | 142 Minuten

Regie: George Lucas

Fortsetzung der sich aus Märchen-, Ritter- und Kriegsfilm-Elementen speisenden "Star Wars"-Saga: Der rebellische Jedi-Schüler Anakin Skywalker verliebt sich als 19-Jähriger entgegen den Gesetzen seines Ordens in seine Schutzbefohlene, während sein Lehrmeister Obi-Wan Kenobi der Verschwörung durch die Mächte des Bösen auf die Schliche kommt, ohne ihre Tragweite zu erfassen. Spektakuläre Kinounterhaltung mit bestechenden visuellen und tricktechnischen Effekten, die aber spürbar an der mangelnden erzählerischen Dichte leidet. Reizvoll sind die zahlreichen Bezüge auf die Kunst-, Fantasie- und Gefühlswelt des 19. Jahrhunderts, die sich im Wechselbad aus poetischen Träumereien und martialischen Exzessen Bahn brechen. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
STAR WARS: EPISODE II - ATTACK OF THE CLONES
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2001
Regie
George Lucas
Buch
George Lucas · Jonathan Hales
Kamera
David Tattersall
Musik
John Williams
Schnitt
Ben Burtt
Darsteller
Ewan McGregor (Obi-Wan Kenobi) · Natalie Portman (Padmé) · Hayden Christensen (Anakin Skywalker) · Christopher Lee (Count Dooku) · Samuel L. Jackson (Mace Windu)
Länge
142 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.
Genre
Science-Fiction-Film

Heimkino

Die umfangreiche Special-Edition (2 DVDs) enthält u.a. einen dt. untertitelbaren Audiokommentar des Regisseurs, des Produzenten Rick McCallum, des Sound Designers Ben Burtt, des ILM Animation Director Rob Coleman und der ILM Visual Effects Supervisors Pablo Helman, John Knoll und Ben Snow. Des weiteren enthält das Bonusmaterial u.a. ein Feature mit acht vom Regisseur erläuterten, im Film nicht verwendeten Szenen (23 Min.) sowie eine Fülle von z.T. längeren Dokumentationen zu Teilaspekten der Filmproduktion.

Verleih DVD
Fox (16:9, 2.35:1, DD6.1 engl./dt.)
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Diskussion
Seit 25 Jahren strickt George Lucas an seinem Sternenkrieg-Epos. Wie immer man zum Konzept dieses trivialen Weltraum-Abenteuer-Märchen-Zyklus auch stehen mag, eines steht fest: „Star Wars“ hat immer wieder neue Wahrnehmungswelten eröffnet, Raum und Zeit, Nähe und Ferne so sehr in Bewegung versetzt, dass sich der Betrachter einer futuristischen „Realität“ durchaus nahe fühlen konnte. Während die jeweils revolutionärste Trickfilmtechnik die visuelle Attraktivität der Filme garantierte, plünderte Lucas auf der Handlungsebene hemmungslos die literarischen Mythen des 20. Jahrhunderts, was sich – überraschenderweise – zu einem unverwechselbaren, ja sogar innovativen Konglomerat addierte: „Star Wars“ wurde zum wild bewegten Kinoschrottplatz aller nur erdenklichen Trivialmythen und -geschichten, der sich wie ein Monolith aus der Filmlandschaft Hollywoods erhob, um die gesamte westliche Unterhaltungskultur zu beeinflussen. Die Idee, den ersten drei Filmen ein weiteres Tryptichon als „Prequel“ voranzusetzen, war (kommerziell wie erzählstrategisch) ebenso genial wie sie sich angesichts von „Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung“ (fd 33 819) als ernüchternd erwies: Lucas war zum Ende des Jahrtausends nicht mehr der Zauberlehrling, der begeisternd-naiv mit den Versatzstücken anderer Meister jonglierte; jetzt hätte er sich auch als eigenständiger Visionär und Erzähler erweisen müssen, doch jenseits der visuell nach wie vor effektvollen Opulenz produzierte er viel Leerlauf. Was zumindest die Fangemeinde bei der Stange hielt, war der raffinierte „Schachzug der Tausendundeinen Nacht“: George Lucas als männliche Scheherazade erzählt immer weiter und weiter, und so lange er von den gemeinen Intrigen und Ränkespielen des Bösen berichtet, das das demokratische Sternenbündnis bedroht und von einem Häuflein aufrechter Jedi-Ritter bekämpft wird, will man weder einschlafen noch

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