Venus Boyz

- | Schweiz 2001 | 104 Minuten

Regie: Gabriel Baur

"Drag Kings" nennen sich jene "Gendernauts", die ihr Geschlecht spielerisch bis biologisch vom Femininen zum Maskulinen verwandeln. Erste dokumentarische Bestandsaufnahme einer neuen Szene, die sich an Hand einer Show im New Yorker "Casanova"-Club von Person zu Person hangelt und dabei zwischen sehr unterschiedlichen Schauplätzen und Biografien pendelt. Indem der Film möglichst viele personelle Facetten vorführen will, gerät das diskursive Moment zwangsläufig ins Hintertreffen. (O.m.d.U.) - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
VENUS BOYZ
Produktionsland
Schweiz
Produktionsjahr
2001
Regie
Gabriel Baur
Buch
Gabriel Baur
Kamera
Sophie Maintigneux
Musik
David Shiller
Schnitt
Salome Pitschen · Jean Vites · Daniela Roderer
Länge
104 Minuten
Kinostart
-
Fsk
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Diskussion
„Drag Kings“ nennen sich – in Anlehnung wie in Unterscheidung zu den begrifflich bereits etablierten „Drag Queens“ – jene „Gendernauts“, die ihr Geschlecht vom Femininen zum Maskulinen wandeln: temporär, im Rahmen spektakulärer Auftritte, stets verbunden mit einem enormen Aufwand an Make-Up und Kostümierung. Der New Yorker Club „Casanova“ gilt als (halb-) öffentlicher Hauptschauplatz dieser relativ jungen Strömung innerhalb der sexuell apostrophierten Subkultur. Biologisch determinierte Frauen verwandeln sich hier im Scheinwerferlicht optisch in Männer, spielen mit deren Rollenklischees, raunen ins Mikrophon: „It's a men‘s world“. Das ist Maskerade, Karnevalismus und auch pure Lust an der Travestie. In jedem Fall handelt es sich um privilegierte Artikulationen, eingebettet in eine relativ geschlossene, selbstreferenzielle Entertainment-Gesellschaft. Gleichzeitig spiegelt sich darin aber weitaus mehr. Denn die sich auf diese Weise exponierenden Männer/Frauen stellen sich (zumindest in ei

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren