- | USA 2001 | 94 Minuten

Regie: Leon Ichaso

Biografischer Film über den Autor und Schauspieler Miguel Piñero (1948-88), der durch ein im Gefängnis geschriebenes Stück berühmt wurde, über sein konkretes Lebensumfeld in der Lower East Side von Manhattan hinaus zur Latino-Ikone avancierte und an Drogen und Alkohol zugrunde ging. Piñeros Vita wird in einer nervös, spröde, unfertig und widerspenstig wirkenden Dramaturgie mit Rück- und Vorblenden, in ständigem Wechsel von Schwarz-weiß und Farbe erzählt. Das verleiht dem Film einen dokumentarischen Gestus, macht ihn aber auch unnahbar. Über die Schilderung eines individuellen Schicksals hinaus gelingt es nur in Ansätzen, Themen wie Heimatlosigkeit, die daraus resultierende Angst vor festen Bindungen oder das ambivalente Verhältnis zum Erfolg zu verallgemeinern. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
PIÑERO
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2001
Regie
Leon Ichaso
Buch
Leon Ichaso
Kamera
Claudio Chea
Musik
Kip Hanrahan
Schnitt
David Tedeschi
Darsteller
Benjamin Bratt (Miguel Piñero) · Giancarlo Esposito (Miguel Algarin) · Talisa Soto (Sugar) · Nelson Vasquez (Tito Goya) · Michael Irby (Reinaldo Povod)
Länge
94 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Heimkino

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Diskussion
Miguel Piñero, geboren 1948, war mit seiner Mutter aus Puerto Rico nach New York gekommen und hatte zunächst einen Weg eingeschlagen, der durch kleine Diebstähle aus der Jammertal der sozialen wie mentalen Not hinaus führen sollte. Doch als er für ein Bagatelldelikt fünf Jahre hinter Gitter kam, wurde noch eine andere Seite seines Wesens sichtbar: Piñero gelang es, seine Lebens- und Gefängniserfahrungen in einem Theaterstück zu bündeln. Dieses Drama, „Short Eyes“, und dessen Nominierung für sechs „Tony Awards“ machten ihn schlagartig berühmt. Als das Stück 1976 verfilmt wurde, mit ihm selbst in der Hauptrolle, war Piñero längst zu einer Art Ikone der jungen Latinos in New York avanciert. Weitere Dramen, Film- und Fernsehauftritte und vor allem die Gründung des Nuyorican Poets Café in der Lower East Side von Manhattan steigerten und unterstrichen seinen Ruhm. Dabei blieben Drogen und Alkohol seine ständigen Begleiter. 1988 starb er an Leberzyrrhose. Es war eine Frage der Zeit, bis Piñeros Vita, sein exzessives Dasein j

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