Kissing Jessica

- | USA 2002 | 96 Minuten

Regie: Charles Herman-Wurmfeld

Zwei Frauen, deren Liebessuche in der Männerwelt immer wieder frustriert wird, finden über eine Kontaktanzeige zueinander und wagen eine lesbische Beziehung. Amüsante romantische Komödie, die der formalen Schlichtheit des US-Independent-Kinos verpflichtet ist und ihren Reiz in erster Linie aus dem lebendigen Porträt zweier ungleicher Frauen bezieht. Die Herzlichkeit des Films bildet außerdem ein überfälliges Korrektiv zum abgebrühten Zynismus einschlägiger Fernsehserien. - Ab 14 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
KISSING JESSICA STEIN
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2002
Regie
Charles Herman-Wurmfeld
Buch
Heather Juergensen · Jennifer Westfeldt
Kamera
Lawrence Sher
Musik
Marcelo Zarvos
Schnitt
Kristy Jacobs Maslin · Greg Tillman
Darsteller
Jennifer Westfeldt (Jessica Stein) · Heather Juergensen (Helen Cooper) · Tovah Feldshuh (Judy Stein) · Scott Cohen (Josh Meyers) · Jackie Hoffman (Joan)
Länge
96 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14 möglich.

Heimkino

Verleih DVD
Fox
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Diskussion
Die Suche nach sich selbst und dem Partner fürs Leben ist eine ernste Angelegenheit – insbesondere im amerikanischen Independent-Kino, wo sie regelmäßig als Anlass für fotogenen Weltschmerz dient, der in Form dialoglastiger Dramen am Publikum abreagiert wird. Doch die Zeit der melancholischen jungen Männer mit Ziegenbart, die Anfang der 90er-Jahre in der Musik wie auf der Leinwand den Ton angaben, ist mittlerweile vorüber. „Kissing Jessica“ steht zwar formal in dieser Tradition, bietet aber kein Krisenkino für die Überlebenden der Generation X. Stattdessen darf man sich an einer beschwingten romantischen Komödie erfreuen, die sich ohne Vorbehalt der Illusion hingibt, dass Lebensfrust und Liebesleid vor der Kulisse New Yorks ungeheuer charmant wirke

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