- | USA 2001 | 157 Minuten

Regie: Michael Mann

Ausschnitte aus dem Leben des Schwergewichtsboxers Cassius Clay alias Muhammad Ali. Die anfangs vielschichtige Annäherung an eine komplexe Persönlichkeit verflacht im Verlauf des überlangen Films und wird vor allem den politischen und weltanschaulichen Dimensionen im Leben Alis nicht ausreichend gerecht. Die minutiös im Detail nachinszenierten Boxkämpfe stehen wie Buchstützen zwischen verschiedenen Kapiteln einer Biografie, der es auch an filmischer Energie und Spontaneität fehlt. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
ALI
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2001
Regie
Michael Mann
Buch
Stephen J. Rivele · Christopher Wilkinson
Kamera
Emmanuel Lubezki
Musik
Pieter Bourke · Bill Brown · Lisa Gerrard
Schnitt
William Goldenberg · Lynzee Klingman · Stephen E. Rivkin
Darsteller
Will Smith (Cassius Clay/Cassiua X/Muhammed Ali) · Jamie Foxx (Drew "Bundini" Brown) · Jon Voight (Howard Cosell) · Mario Van Peebles (Malcolm X) · Ron Silver (Angelo Dundee)
Länge
157 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Heimkino

Verleih DVD
Fox
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Diskussion
Muhammad Ali alias Cassius Clay hat wenig Glück mit Verfilmungen seines Lebens. 1977 unternahm er einen Versuch, sich selbst darzustellen. „Ich bin der Größte“ (fd 20 521) litt unter einer brüchigen dramaturgischen Struktur und einer schwerfälligen Regie. Diesmal nun bemüht sich Publikumsliebling Will Smith um ein Porträt des aufmüpfigen, starrsinnigen und zynischen Boxers, der nicht davor zurückschreckte, auch seine Fans vor den Kopf zu stoßen, wenn es darum ging, seine Überzeugungen zu vertreten. Smith hat in einem Jahr Training sowohl Muskeln als auch Boxkenntnisse erworben, aber sein Ali kommt in allen entscheidenden Szenen mehr als Exzentriker denn als selbstironischer Erfolgsmensch über die Leinwand. Ähnlich unscharf fällt die Darstellung von Malcolm X aus, der in Alis Leben eine wichtige Rolle spielte. Und Michael Manns Bemühen, keine herkömmliche Biografie, sondern charakteristische Episoden aus Alis Leben zu inszenieren, leidet unter einem akuten Mangel an historischer Detailinformation und filmischer Spontanität. Der Film beginnt 1964 mit Clays Kampf gegen Sonny Liston und endet mit der als „Rumble in the Jungle“ in die Boxgeschichte eingegangenen Herausforderung des damaligen Titelverteidig

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