Signs - Zeichen

- | USA 2002 | 106 Minuten

Regie: M. Night Shyamalan

Die Familie eines Farmers und ehemaligen Priesters wird in ihrem Glauben an übernatürliche Ereignisse auf die Probe gestellt, als sie auf ihren Feldern riesige symmetrische Formationen entdeckt, die kaum aus Menschenhand stammen können. Die lange Zeit in der Schwebe gehaltene Geschichte lebt von der Begabung des Regisseurs für unheimliche Atmosphären und rückt die spirituelle Komponente deutlicher in den Vordergrund als die Anlass gebende Fantasy-Geschichte. Fesselnd und stilistisch interessant, bleibt der Film letztlich doch unbefriedigend, weil das Sujet inhaltlich zu wenig vertieft wird. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
SIGNS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2002
Regie
M. Night Shyamalan
Buch
M. Night Shyamalan
Kamera
Tak Fujimoto
Musik
James Newton Howard
Schnitt
Barbara Tulliver
Darsteller
Mel Gibson (Graham Hess) · Joaquin Phoenix (Merrill Hess) · Rory Culkin (Morgan Hess) · Abigail Breslin (Bo Hess) · Cherry Jones (Officer Paski)
Länge
106 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.

Heimkino

Verleih DVD
Buena Vista
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Diskussion
„Falls ich einmal ‚Pokémon 5‘ inszenieren sollte, würde ich es in eine Metapher für die menschliche Natur verwandeln“, hat die amerikanische Wochenzeitschrift „Newsweek“ den 28-jährigen Regisseur M. Night Shyamalan zitiert und ihn auf der Titelseite des Heftes als den „nächsten Spielberg“ proklamiert. Der Ausspruch fasst zutreffend zusammen, was Shyamalans Kunst ist. Seine Filme sind in Mode, obwohl der letzte, „Unbreakable – Unzerbrechlich“ (fd 34 642), kein außergewöhnlicher Erfolg war. Kinobesucher aller Altersschichten beginnen sich seinen unaussprechlichen Namen zu merken, weil er Filme macht, die irgendwo zwischen Hitchcock und Spielberg angesiedelt sind und die vorgeben, Horror- oder Fantasy-Filme zu sein, in Wirklichkeit aber Exkurse ins verborgenste Innere des Zuschauers sind. Geister, die einem kleinen Jungen den Schlaf rauben („The Sixth Sense – Der sechste Sinn“, fd 34 020), die Entdeckung einer Erlöserfigur im Großstadtalltag („Unbreakable“) oder die Festigung menschlicher Glaubensfähigkeit im Angesicht bedrohlicher Ereignisse („Signs“) – das ist die Themenwelt von M. Night Shyamalan, und ein Publikum, das gestern noch liebend gern bei „Der Exorzist“ (fd 18 987) und „Blair Witch Project“ (fd 33 983) vor Schrecken erstarrte, lässt sich von ihm bereitwillig zu einer milderen Form von Paranormalität bekehren. Das größte Wunder an der allgemeinen Faszination mit Shyamalan ist die Bereitschaft der Kinogänger, ihm in ein Terrain zu folgen, das wesentlich mehr mit Spiritualität

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