Der Pianist (2002)

Drama | Frankreich/Deutschland/Polen/Großbritannien 2002 | 149 Minuten

Regie: Roman Polanski

Das Schicksal des polnischen Pianisten Wladyslaw Szpilman, der sich nach der Auflösung des Warschauer Ghettos monatelang in menschenleeren Ruinen versteckte und von einem deutschen Wehrmachtsoffizier vor dem Hungertod bewahrt wurde. Die authentische Geschichte dient Regisseur Roman Polanski auch zur Bewältigung seiner eigenen Vergangenheit, wobei seine beachtliche, um Wirklichkeitsnähe bemühte Inszenierung gerade dadurch nicht immer den zu Stereotypen erstarrten Bildern des Holocausts entgeht. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE PIANIST
Produktionsland
Frankreich/Deutschland/Polen/Großbritannien
Produktionsjahr
2002
Regie
Roman Polanski
Buch
Ronald Harwood
Kamera
Pawel Edelman
Musik
Wojciech Kilar
Schnitt
Hervé de Luze
Darsteller
Adrien Brody (Szpilman) · Thomas Kretschmann (Wilm Hosenfeld) · Frank Finlay (Vater) · Maureen Lipman (Mutter) · Ed Stoppard (Henryk)
Länge
149 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama | Literaturverfilmung

Heimkino

Der Film ist 2018 beim Label Studiocanal als "Special Edition" auf DVD/BD erschienen. Sie umfasst als Bonusmaterial Interviews mit Ronald Harwood, Andrzej Szpilman und Daniel Szpilman sowie (nur auf der BD) den Dokumentarfilm "A Film Memoir" über das Leben und Arbeiten des Regisseurs Roman Polanski.

Verleih DVD
Studiocanal (2018) Universum Film (2003)
Verleih Blu-ray
Studiocanal
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Diskussion
Die Wahrheit entspricht nicht der Wirklichkeit, will man sie in Bildern und Szenen nachvollziehen. Das ist das Dilemma von Filmen, die den Holocaust dramatisieren. Sie ähneln sich im Grundmuster des namenlosen Schreckens; sie unterscheiden sich lediglich in den Beispielen des Zufalls, der selbstlosen Hilfe oder günstiger Umstände, die das Überleben möglich machten. Die Frage, ob man jene Ereignisse angesichts ihrer monströsen Inhumanität überhaupt visualisieren kann, begleitet jeden filmischen Versuch in diesem Subgenre des Historienfilms. Denn was dort erzählt wird, ist eine grauenhafte Wahrheit: Wer dem blinden Morden etwa nach dem Einmarsch der Wehrmacht in Polen, der Ghettoisierung und den Deportationen entkam, lebte mehrere Jahre in unmenschlichen Verstecken, bedrängt von der ständigen Angst, entdeckt zu werden - was den sicheren Tod bedeutet hätte. Die Wirklichkeit jener Jahre war millionenfacher Mord und Tod – das Überleben lediglich eine Kapriole des kollektiven Schicksals, das wahllos und unerbittlich wütete, was erklären mag, wieso die meisten Shoah-Überlebenden später mit einem Schuld- Syndrom zu kämpfen hatten.

So auch Wladyslaw Szpilman, ist er doch als Einziger seiner Familie dem Inferno entronnen. Bereits bei Kriegsausbruch war er in Polen ein bekannter Pianist, der das Warschauer Ghetto überlebte und nur deshalb Treblinka und Auschwitz entging, w

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