Jedermanns Fest

- | Österreich/Deutschland 2001 | 173 Minuten

Regie: Fritz Lehner

Moderne Paraphrase auf Hugo von Hofmannsthals klassisches Bühnenspiel "Jedermann": Ein Modeschöpfer zieht am plötzlichen, durch einen Unfall verursachten Ende seines Lebens Resümee. Groß angelegter Film, dessen betont anti-naturalistische Bilder und Drehbuchsentenzen keine überzeugende Stilisierung, sondern eher lähmende Künstlichkeit erzeugen. Trotz des zurückgenommenen Spiels des Hauptdarstellers überwiegt der Eindruck einer weitgehend redundanten, hochgradig schwülstigen Moralpredigt. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
JEDERMANNS FEST
Produktionsland
Österreich/Deutschland
Produktionsjahr
2001
Regie
Fritz Lehner
Buch
Fritz Lehner
Kamera
Gernot Roll · Wolfgang Treu
Musik
Peter Ponger
Schnitt
Juno Sylva Englander · Tanja Schmidbauer
Darsteller
Klaus Maria Brandauer (Jan Jedermann) · Juliette Gréco (Yvonne Becker) · Redbad Klynstra (Daniel) · Sylvie Testud (Sophie) · Alexa Sommer (Isabelle)
Länge
173 Minuten
Kinostart
-
Fsk
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.

Diskussion
Wie andere große Schauspieler feierte auch Klaus Maria Brandauer im Geviert vor den Salzburger Domtürmen wahre Triumphe, als er zwischen 1983 und 1989 die Rolle des Jedermann in Hugo von Hoffmannsthals gleichnamigem Bühnenspiel übernahm. Was lag für den auf dem Theater wie im Kino erfolgreichen Brandauer näher, als diese Figur auf die Leinwand zu bringen? In „Jedermanns Fest“, Fritz Lehners Paraphrase auf Hoffmannsthals Stück, wurde ihm diese Möglichkeit gegeben, wobei das Drama vom mittelalterlichen Ambiente in die Wiener Gegenwart verlegt wurde. So tauchen viele Personen in neuem Gewand wider: Jedermanns Geliebte, die Buhlschaft, als Fotomodell und Mannequin; der Schuldknecht und seine Frau als armes, krankes polnisches Liebespaar; Verwandte, Freunde und der Tod, der hier in Gestalt eines räudigen schwarzen Hundes erscheint. Selbst allegorische Figuren wie „Mammon“ und „Jedermanns gute Werke“ vermag man in ihrem zeitgemäßen Kleid zu identifizieren, wenn auch mitunter aufgeteilt auf mehrere Mitspieler. Und noch immer schält sich als Kern der Geschichte heraus: „dass dem Menschen ein unbedingtes Streben nach dem Höheren, Höchsten dann

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