Scherbentanz

- | Deutschland 2001 | 101 Minuten

Regie: Chris Kraus

Ein an Leukämie erkrankter Mann Mitte 30 kehrt in die Villa seines mächtigen Vaters zurück, wo er seiner geistig verwirrten Mutter wiederbegegnet, die als Knochenmarkspenderin fungieren soll. Die erzwungene Familienzusammenführung reißt alte Wunden auf und spült verdrängte Kindheitserinnerungen an die Oberfläche. Exzessives Seelendrama, dem es an erzählerischer Dichte mangelt und das nicht mehr als einen Reigen thematischer Versatzstücke zu bieten hat.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2001
Regie
Chris Kraus
Buch
Chris Kraus
Kamera
Judith Kaufmann
Musik
Jan Tilman Schade
Schnitt
Renate Merck
Darsteller
Jürgen Vogel (Jesko) · Margit Carstensen (Käthe) · Nadja Uhl (Zitrone) · Peter Davor (Ansgar) · Dietrich Hollinderbäumer (Gebhard)
Länge
101 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Diskussion
Da steht Jesko inmitten einer ländlichen Einöde und wartet: ein Mann Mitte 30, mit Koffer, gekleidet in einen modischen Herrenrock, der ihn noch entrückter, befremdlicher und „exotischer“ erscheinen lässt. Als ihn sein Bruder in einem noblen Auto mit Chauffeur abholt, beginnt eine bizarre Diskussion zwischen den Beiden über das, was objektiv real oder nur subjektiv wahr ist, und dies ausgerechnet am Beispiel des niedergehenden Regens, der Jesko und seinen Bruder Ansgar durchnässt, ohne dass ihm Jesko zugestehen will, dass er wirklich existiert. Dieser seltsame, demonstrativ herbeigeredete Bruch in der Wahrnehmung wird sich wie ein roter Faden durch die Geschichte ziehen, in der die Figuren nur allmählich ihre Identität und ihre Geheimnisse preisgeben, d

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