Chicago (2002)

Musical | USA/Kanada 2002 | 113 Minuten

Regie: Rob Marshall

Eine junge Frau im Chicago der 1920er-Jahre realisiert ihren Traum von Star-Ruhm, nachdem sie ihren Liebhaber erschossen hat und ihr ebenso versierter wie selbstverliebter Anwalt sie zum unschuldigen Opfer des Jazz-Zeitalters stilisiert. Ein brillant inszeniertes, darstellerisch, tänzerisch und gesanglich gleichermaßen mitreißend interpretiertes Musical, das den Sieg des Scheins über das Sein mit berauschenden Bildern feiert und ihn zugleich mit gut gelauntem Zynismus hinterfragt. (Teils O.m.d.U.) - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
CHICAGO
Produktionsland
USA/Kanada
Produktionsjahr
2002
Regie
Rob Marshall
Buch
Bill Condon
Kamera
Dion Beebe
Musik
John Kander · Danny Elfman
Schnitt
Martin Walsh
Darsteller
Renée Zellweger (Roxanne "Roxie" Hart) · Catherine Zeta-Jones (Velma Kelly) · Richard Gere (Billy Flynn) · Queen Latifah (Mama Morton) · John C. Reilly (Amos Hart)
Länge
113 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Musical

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs und des Drehbuchautors sowie ein Feature mit nicht verwendeten Szenen.

Verleih DVD
Buena Vista (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt., DTS engl.)
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Diskussion
Sein heißt gesehen werden: In der Medienkultur der Gegenwart fällt es der Wirklichkeit immer schwerer, sich gegen Bilder als ultimative Quelle von Sinn und Identität zu behaupten. Anders ist nicht zu erklären, dass sich Tausende von Freiwilligen gefunden haben, die sich voller Elan – aber ohne Talent – den Kameras aussetzen, in der vagen Hoffnung, eines Tages von einem anonymen Publikum zum Super-Star gekürt zu werden. Der Siegeszug des Star-Systems hat jedoch nicht erst mit der massenhaften Verbreitung des Fernsehens begonnen, sondern reicht zurück zum Beginn des 20. Jahrhunderts, als Zeitungen und Filme anfingen, die Art der Wahrnehmung der Welt grundlegend zu verändern. In jener Epoche spielt das Musical „Chicago“, das von Menschen handelt, die das Streben nach Popularität zur Religion erhoben haben. Roxie Hart ist ein Niemand. Ein Mensch in der Masse, der davon träumt ein Jemand zu sein. Dafür ist sie bereit, jedes Opfer zu erbringen – selbst wenn das bedeutet, mit einem Möbelverkäufer zu schl

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