25 Stunden

Drama | USA 2002 | 134 Minuten

Regie: Spike Lee

24 Stunden, bevor ein ehemaliger Drogendealer eine siebenjährige Haftstrafe antreten muss, trifft er sich mit Freunden, Weggefährten und seiner Geliebten, um Abschied zu nehmen. Dabei wird allen bewusst, dass sich die Ideale und Freundschaften im Lauf der Jahre verändert haben, zugleich aber auch jeder die Freiheit der Entscheidung hat, seine Zukunft zu gestalten. Ein von hervorragenden Darstellern getragenes intensives Drama, das seine subjektiven Perspektiven durch den ständigen Blick auf New York nach dem 11. September 2001 nach außen projiziert. Da hält der Film die Hoffnung aufrecht, ohne mit einer allzu simplen Botschaft zu hausieren. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
25TH HOUR
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2002
Regie
Spike Lee
Buch
David Benioff
Kamera
Rodrigo Prieto
Musik
Terence Blanchard
Schnitt
Barry Alexander Brown
Darsteller
Edward Norton (Monty Brogan) · Philip Seymour Hoffman (Jacob Elinsky) · Barry Pepper (Francis Slaughtery) · Rosario Dawson (Naturelle Riviera) · Anna Paquin (Mary D'Annunio)
Länge
134 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen dt. untertitelbaren Audiokommentar des Regisseurs und des Drehbuchautors sowie ein Feature mit sechs im Film nicht verwendeten Szenen (10 Min.).

Verleih DVD
Buena Vista (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Der Vorspann eröffnet dem Zuschauer einen nächtlichen Panoramablick auf die glitzernde Skyline einer amerikanischen Metropole. Doch anders als sonst vermittelt der Establishing Shot weniger eine geografische Orientierung als vielmehr eine grundlegende Irritation. Wie aus einer apokalyptischen Vision ragt die amputierte Silhouette Manhattans in den dunklen Himmel. Unfassbar wie ein Phantom flimmert eine flüchtige Gedenksäule aus blauem Licht an der Stelle des einstigen Wahrzeichens New Yorks. Unheilvolle orchestrale Musik verstärkt die gespenstische Atmosphäre, die von der surrealen Ambivalenz zwischen Vertrautheit und Fremdheit dieses Anblicks geweckt wird. Ein kraftvolleres Symbol hätte Regisseur Spike Lee für das Grundthema seines Films kaum finden können. Im Bild der Stadt, die ihre Vollständigkeit zurückgewinnen will, verbinden sich die Erfahrungen von Vergänglichkeit und Utopie zu einer melancholischen Hoffnung. Lees Film entfaltet sich in einem getroffenen, verstümmelten Zentrum, dessen fragiler Zustand die Befindlichkeit seiner Charaktere sinnbildlich vorwegnimmt. Dem ehemaligen Drogendealer Monty Brog

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