Hero (2002)

Historienfilm | Hongkong/China 2002 | 99 Minuten

Regie: Zhang Yimou

Am Hof des Königs von Qin schildert ein namenloser Krieger, wie er die drei gefährlichsten Feinde des Herrschers getötet hat. Eine handwerklich brillante Heldensaga aus der Zeit der chinesischen Reichsgründung im 3. Jahrhundert v. Chr., deren opulent-opernhafte, fotografisch berauschende Inszenierung einen Höhepunkt des Martial-Arts-Genres markiert: eine traumhafte Bilderorgie voller suggestiver filmischer Einfälle, Witz und Stilisierungen. Die Botschaft der Geschichte ist insofern strittig, als die Fabel sowohl als Kotau vor den derzeitigen Machthabern als auch als Plädoyer für Widerstand und Selbstbehauptung gelesen werden kann. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
HERO | YING XIONG
Produktionsland
Hongkong/China
Produktionsjahr
2002
Regie
Zhang Yimou
Buch
Li Feng · Zhang Yimou · Wang Bin
Kamera
Christopher Doyle · Hou Yong
Musik
Tan Dun
Schnitt
Zhai Ru · Angie Lam
Darsteller
Jet Li (Unbekannter) · Tony Leung (Broken Sword) · Maggie Cheung (Flying Snow) · Zhang Ziyi (Moon) · Chen Dao Ming (König)
Länge
99 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Historienfilm | Martial-Arts-Film

Heimkino

Verleih DVD
Highlight Video (16:9, 2.35:1, DD5.1 Mandarin/dt., DTS dt.)
DVD kaufen
Diskussion
Schwarz, in China keineswegs die Farbe der Trauer, steht am Anfang und am Ende. Dazwischen erstrahlt die Leinwand in Rot, Blau, Weiß und Jadegrün, man begegnet fünf Schwertkämpfern und einem Fürsten, Helden allesamt, wie es der Titel in Aussicht stellt. In jeder anderen Hinsicht aber strotzt Zhang Yimous neuer Film nur so von Unerwartetem. Er entfesselt ein filmisches Feuerwerk an Überraschungen, eine Bilderorgie voller filmischer Einfälle, Witz und Stilisierungswille. Selten ist ein Film dem Ideal der „reinen“ Bewegung so nahe gekommen wie „Hero“, ein märchenhaftes Drama, das pathetisch und sinnlich, leidenschaftlich und geheimnisvoll zugleich ist. Es beginnt mit einer alten Legende. Sie führt zurück ins dritte Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, in die „Epoche der sieben kämpfenden Reiche“ (ca. 230-221 v.Chr.), kurz vor der Einigung Chinas unter König Chin Shi Huang Di, dem legendären Herrscher von Qin, der mit dem Bau der chinesischen Mauer begann. Doch auch wenn Zhang seine Geschichte zu einem sehr exakten historischen Zeitpunkt ansiedelt, ist der Stoff nicht historisch verbürgt, sondern eine von vielen Legenden. Chen Kaiges „Der Kaiser und seine Attentäter“ (fd 34 005) hatte 1998 eine ähnliche Sage auf

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren