Sophiiiie!

- | Deutschland 2002 | 107 Minuten

Regie: Michael Hofmann

Eine junge schwangere Frau kommt mit ihrer Lebenssituation nicht klar und stürzt sich in eine nächtliche Großstadt-Odyssee, um in körperlichen Exzessen ihre seelische Notlage zu kompensieren. Provokationen und Streitereien, Vergewaltigungen, Prügeleien, heftigste Alkohol- und andere Exzesse bestimmen die Stunden, die keine Erlösung bringen. Eine drastische, ganz von der Intensität und Überzeugungskraft der Hauptdarstellerin geprägte Fallstudie, die sich der Gefahr aussetzt, in Naivität und koketter Larmoyanz zu versinken, im nächsten Moment aber durch intensive und beklemmende Momente seelischer Verzweiflung betroffen macht.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2002
Regie
Michael Hofmann
Buch
Michael Hofmann
Kamera
Christopher Rowe · Detlev Schneider
Schnitt
Martina Matuschewski
Darsteller
Katharina Schüttler (Sophie) · Alexander Beyer (Manuel) · Martin Brambach (Mann mit Toupet) · Ercan Durmaz (Aziz) · Josef Ostendorf (Lieferwagenfahrer)
Länge
107 Minuten
Kinostart
-
Fsk
-
Diskussion
Der Beginn des Films gibt die Lesart vor und weckt zugleich Assoziationen: Wie einst Jean-Paul Belmondo in „Das Geheimnis der falschen Braut“ (fd 16 562) rast auch Sophie – statt im weißen Sportcoupé auf einem Motorrad – durch einen Tunnel, um an dessen Ende schockartig in ein gleißend weißes Licht einzutauchen. Was auf diesen Prolog folgt, könnte ebenso „real“ wie die Bebilderung eines assoziativen Bewusstseinsstromes sein. So rigoros und konsequent, wie sich einst Belmondo seiner Liebe zur schönen Betrügerin Catherine Deneuve hingab, so rücksichtslos sucht die junge Sophie nach physischen Empfindungen, Schmerzen, Verletzungen, Erniedrigungen und Zerstörung, um „irgendwie“ ihre seelische Notlage zu kompensieren. Die episodisch strukturierte Handlung wird von einer hässlichen Reise durch die urbane Nacht diktiert, an die sich ein quäle

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