Swimming Pool

Drama | Frankreich/Großbritannien 2003 | 103 Minuten

Regie: François Ozon

Eine erfolgreiche englische Krimiautorin will im französischen Landhaus ihres Verlegers einen neuen Roman verfassen. Aus der Begegnung mit der ebenso attraktiven wie rätselhaften Tochter des Verlegers entwickelt sich ein spannungsreiches Verhältnis der beiden in Alter, Habitus und Lebenseinstellung grundverschiedenen Frauen, wobei bald nicht mehr erkennbar ist, ob sich die erotischen wie verbrecherischen Verwicklungen tatsächlich ereignen oder lediglich Teil des literarischen Schaffensprozesses sind. Ein fabulierfreudiges, hervorragend gespieltes, ebenso anregend wie delikat ersonnenes Vexierspiel um kreative Gestaltung, das zirzensisch und tiefgründig zugleich um existenzielle Fragen, Daseinsansprüche und Lebensbedürfnisse, Ängste und ihre Bewältigung kreist. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
SWIMMING POOL
Produktionsland
Frankreich/Großbritannien
Produktionsjahr
2003
Regie
François Ozon
Buch
François Ozon · Emmanuèle Bernheim
Kamera
Yorick Le Saux
Musik
Philippe Rombi
Schnitt
Monica Coleman
Darsteller
Charlotte Rampling (Sarah Morton) · Ludivine Sagnier (Julie) · Charles Dance (John Bosload) · Marc Fayolle (Marcel) · Jean-Marie Lamour (Franck)
Länge
103 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama | Thriller

Heimkino

Verleih DVD
Highlight Video (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl.& frz./dt.)
DVD kaufen
Diskussion
Eine Frau schreibt einen Roman, womöglich einen Kriminalroman. Punkt. Das ist bereits die ganze Geschichte von „Swimming Pool“, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Für einen spannenden Kinofilm im Prinzip eine absolut aussichtslose Grundlage: die stets ungesicherte Annahme eines Ereignisses, einer Begegnung, eines Verbrechens. Nichts ist sicher, alles nur erzählt, ein permanentes Fabulieren über eine Idee. Gerade deshalb kommt es darauf an, wie diese Idee umgesetzt wird, mit welcher Intensität und mit welcher Raffinesse daraus eine (filmische) Erzählung wird, das Resultat einer (be-)zwingenden Fantasie. Ozon wirft einen Kieselstein ins Wasser und beobachtet die Ringe, die entstehen. So beginnt er zu fabulieren: Er schafft eine Gestalt, die er – stellvertretend für sich selbst – ihrerseits fabulieren lässt. Zu Beginn fällt sein Blick – wieder einmal – aufs Wasser, das sich als ein Fluss erweist: die Themse. Ausgangsort ist London, eine Stadt, mit der man UBahn, Trenchcoat, Regen, Pubs – und erfolgreiche Kriminalliteratur verbindet. So begegnet man – fast zwangsläufig – der Erfolgsautorin Sarah Morton in der Subway, als sie von einem Fan erkannt und angesprochen wird. Abweisend reagiert sie mit der programmatischen Replik: „Ich bin nicht die, für die Sie mich halten!“ Offensichtlich peinlich berührt von solch öffentlicher „Enttarnung“, flüchtet Sarah in

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren