- | USA 2002 | 101 Minuten

Regie: Jonas Åkerlund

Ein Dope konsumierender Student steigt eher ungewollt zum Chauffeur des lokalen "Drogenkochs" auf. Dabei entspinnt sich eine enge Beziehung zu einer Striptease-Tänzerin, die es schon länger nicht mehr bei der alternden Unterweltgröße aushält. Ein wohlwollender Blick auf die deprimierenden Zerfallsvorgänge einer Szene. Der Film versucht, durch groteske Überspitzungen zu gefallen, besticht in erster Linie aber durch das prominente, mit Mut zur Hässlichkeit agierende Darsteller-Ensemble. Groteske, schrill anzusehende, letztlich aber unverbindliche Unterhaltung.

Filmdaten

Originaltitel
SPUN
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2002
Regie
Jonas Åkerlund
Buch
Will De Los Santos · Creighton Vero
Kamera
Eric Broms
Musik
Billy Corgan
Schnitt
Jonas Åkerlund · Johan Söderberg
Darsteller
Jason Schwartzman (Ron) · John Leguizamo (Spider Mike) · Mena Suvari (Cookie) · Patrick Fugit (Frisbee) · Brittany Murphy (Nikki)
Länge
101 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f

Heimkino

Die Extras umfassen einen Audiokommentar des Regisseurs, einen Audiokommnetar der Produzenten sowie ein Feature mit fünf im Film nicht verwendeten Szenen.

Verleih DVD
Universum (1.78:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Neben der Pornografie gibt es nur noch ein Sujet, das von Filmproduzenten als reines Kassengift behandelt wird: Drogen. Umso erstaunlicher, dass gerade dieses Thema in beharrlicher Regelmäßigkeit im Zentrum amerikanischer Independent-Filme steht – ganz im Gegensatz zur Pornografie, die seit Paul Thomas Andersons „Boogie Nights“ (fd 33 156) höchstens noch in Paul Schraders „Auto Focus“ (fd 36 006) explizit thematisiert wurde. In Zeiten, in denen Amerika dabei ist, selbst das Rauchen aus seinem kollektiven Bewusstsein zu verbannen (im Film ist es schon lange geächtet), haben Filme, die sich mit dem Konsum harter Drogen auseinandersetzen, einen schweren Stand. Außer „Traffic“ (fd 34 766), in dem Steven Soderbergh die Macht der Drogenkartelle anprangerte, fand kaum ein Drogen-Film auf herkömmlichen Weg in die Kinos. So hatte „Requiem for a Dream“ (fd 35 117) – von der MPAA mit dem selten vergebenen NC-17-Rating belegt

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