Nói Albinói

- | Island/Deutschland/Dänemark 2002 | 91 Minuten

Regie: Dagur Kári

Die poetische Legende eines 17-jährigen Jungen, der sich verweigert und permanent gegen festgezurrte Regeln und Rituale rebelliert. Lange unfähig, dem Ambiente seiner Kindheit und Jugend zu entfliehen, eröffnet ihm erst der über das Städtchen hereinbrechende Tod die Chance, alle Brücken abzubrechen und zu neuen Ufern zu gelangen. Vielschichtige, souverän zwischen Komik und Tragik, Groteske und Liebesfilm changierende Parabel auf das Anderssein und die damit verbundenen Schwierigkeiten. Der meisterlich inszenierte Debütfilm hält keine schnellen Erklärungen parat, spielt mit Geheimnissen und verleugnet nicht seine Nähe zu biblischen Motiven. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
NÓI ALBINÓI
Produktionsland
Island/Deutschland/Dänemark
Produktionsjahr
2002
Regie
Dagur Kári
Buch
Dagur Kári
Kamera
Rasmus Videbæk
Musik
slowblow
Schnitt
Daniel Dencik
Darsteller
Tómas Lemarquis (Nói) · Thröstur Leó Gunnarsson (Kiddi Beikon) · Elin Hansdóttir (Iris) · Anna Fridriksdóttir (Lina, die Großmutter) · Hjalti Rögnvaldsson (Oskar)
Länge
91 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.

Heimkino

Verleih DVD
epix Media (EuroVideo)
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Diskussion
Viele Bilder von „Nói Albinói“ sind blau getönt. Das unterstreicht die Kälte, die hier, in einer kleinen isländischen Stadt, herrscht, und bezieht sich zugleich auf den abgehobenen Erzählgestus jenseits naturalistischer Alltagsschilderungen. „Nói Albinói“ ist ein Märchen: die Legende eines Jungen, der sich verweigert und permanent gegen starre Regeln und scheinbar unumstößliche Rituale rebelliert. Nói träumt von neuen Ufern, ohne zu wissen, wie er die alten verlassen soll. Sein Wunsch auszubrechen und zu fliehen, mündet am Ende in eine Katastrophe, wobei offen bleibt, ob das eine mit dem anderen zu tun hat. Regisseur Dagur Kári spielt in seinem Debütfilm souverän mit der Aura des Geheimnisvollen und besteht darauf, dass sich jeder Zuschauer seine Pfade zu metaphysischen oder biblischen Interpretationen selbst schlagen soll. In der Tat legt der junge isländische Filmemacher, der exzellent zwischen Komischem und

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