Biopic | Deutschland/USA 2003 | 121 Minuten

Regie: Eric Till

Historiengemälde um den Kirchenreformer Martin Luther, das den Lebensweg einer der wichtigsten Persönlichkeiten der Weltgeschichte nachzeichnet: seinen Weg vom an sich und Gott zweifelnden Mönch über seine die Reformation auslösenden 95 Thesen gegen den Ablasshandel des Papstes bis zur Heirat mit Katharina von Bora. Trotz relativ bescheidener Produktionsmittel ein stimmungsvoller, weitgehend differenzierter Blick in ein Jahrhundert der geistig-religiösen wie auch gesellschaftlichen Aufbrüche, die sich in den Lehren Luthers manifestieren. Dramaturgisch mitunter etwas holprig, regt der solide fotografierte, stringent inszenierte und bis in die Nebenrollen überzeugend interpretierte Film zur Diskussion an. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
LUTHER
Produktionsland
Deutschland/USA
Produktionsjahr
2003
Regie
Eric Till
Buch
Camille Thomasson · Bart Gavigan
Kamera
Robert Fraisse
Musik
Richard Harvey
Schnitt
Clive Barrett
Darsteller
Joseph Fiennes (Martin Luther) · Alfred Molina (Johann Tetzel) · Peter Ustinov (Friedrich der Weise) · Bruno Ganz (Johann von Staupitz) · Claire Cox (Katharina von Bora)
Länge
121 Minuten
Kinostart
27.10.2016
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Biopic | Historienfilm

Heimkino

Verleih DVD
Universal
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Stimmungsvolle Filmbiografie des deutschen Reformators

Diskussion
Obwohl Martin Luther (1483- 1546) zu den herausragenden Persönlichkeiten und Erneuerern der Weltgeschichte gehört, hat sich der Film selten seiner Vita angenommen. Als der „große Deutsche“ 1927 zum ersten Mal das Kino eroberte, zeigte sich, dass die von ihm eingeleitete Reformation der Kirche die Christen immer noch spaltete: Die bayrische Staatsregierung intervenierte gegen Hans Kysers „Luther – Ein Film der deutschen Reformation“ (fd 24 354), weil er das „Verhältnis der Konfessionen belaste“, und setzte eine starke Kürzung des gestalterisch noch vom Expressionismus beeinflussten Stummfilms durch. Es sollte bis 1953 dauern, ehe Irving Pichels Dokumentarspiel „Martin Luther“ (fd 24 034) die Person Luthers erneut auf die Leinwand brachte, dem 1976 die Verfilmung von John Osbornes Theaterstück „Luther“ (Regie: Guy Green) folgte. Nach einigen hierzulande entstandenen Fernsehspielen und -serien über den Reformator wendet sich nun wieder ein Angelsachse diesem urdeutschen Thema zu. Er

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