Heimatfilm | Deutschland 2003 | 93 Minuten

Regie: Hans Steinbichler

Nach 17-jähriger Abwesenheit kehrt eine junge Frau auf das abgelegene Gehöft ihrer Eltern am Alpenrand zurück. Der 60. Geburtstag ihres Vaters bringt die Familie sowie einen alten Jugendfreund der Eltern zusammen und stürzt alle Beteiligten in einen Strudel aus verdrängten Erinnerungen, Konflikten und Lügen, was zu tragischem Fehlverhalten und fatalen Entwicklungen führt. Heimatfilm um familiäre Verfehlungen, Schuld und Lust, der beziehungs- und anspielungsreich die Grenzen des Sujets zwischen Tragödie und Kolportage auslotet. Hervorragend gespielt und zum Teil dicht inszeniert, bleibt der geheimnisumwitterte zentrale Konflikt zu artifiziell und aufgesetzt, um wirklich als erkenntnisreiche Reise in die Psyche des Menschen zu überzeugen. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2003
Regie
Hans Steinbichler
Buch
Hans Steinbichler
Kamera
Bella Halben
Musik
Antek Lazarkiewicz
Schnitt
Christian Lonk
Darsteller
Johanna Wokalek (Lene) · Barbara Sukowa (Rosemarie) · Josef Bierbichler (Lukas) · Peter Simonischek (Götz) · Frank Giering (Paul)
Länge
93 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Heimatfilm

Diskussion
Hast du Sex? Hast du Familie? Bist du in Bewegung? Die junge Lene muss sich diese Fragen mit einem unentschlossenen „vielleicht“ beantworten, und so trifft sie auf einem Bahnsteig im Münchner Hauptbahnhof eine folgenschwere Entscheidung: Sie steigt nicht in ihren Zug nach Berlin, wohin sie vor 17 Jahren nach einem Zerwürfnis mit ihrer Mutter flüchtete, sondern fährt „nach Hause“ – zurück zu ihren Wurzeln, ihrer Kindheit und ihren Eltern, die in einem einsamen Tal irgendwo am Rand der Alpen das Gehöft Hierankl betreiben. Wohlgemerkt: Lenes Eltern sind keine Bauern. Mutter Rosemarie und Vater Lukas sind eher so etwas wie intellektuelle Aussteiger, die nach den „wilden“ 68er-Aufbruchund Erlebnisjahren hier hängen geblieben sind – warum, das ist Lene (noch) nicht so genau bekannt; es lastet jedenfalls viel Ungeklärtes, Unausgesprochenes und Unverarbeitetes über der Familie. Lene kehrt just zum 60. Geburtstag ihres Vaters zurück – und ertappt Lukas prompt mit einer Geliebten, von der er sich soeben liebevoll verabschiedet. Er und Rosemarie, so erlä

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